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Mittwoch, 12. August 2015

Vintage Cupcake-Tower zur Hochzeit von Freunden

Es ist schon einige Zeit her, als wir im Mai dieses Jahres bei Freunden zur Hochzeit eingeladen waren. Wie jede Hochzeit war auch diese etwas ganz Besonderes. Gefeiert wurde im Scala - DAS Restaurant an der höchsten Stelle Jena´s - im Wahrzeichen der Stadt - dem Intershop-Tower (jetzt auch JenTower genannt). 

Ganz oben in dem über 150 m hohen Turm hat man natürlich einen wunderbaren Blick in das im Mai so wundervoll grüne Saaletal und die Universitätsstadt. Wer also mal die Möglichkeit bekommt, sich Jena von oben anzusehen, sollte das unbedingt dort tun. Das kann man nämlich auch, ohne dafür in das Luxusrestaurant einzukehren.

Wir waren zuvor noch nicht in diesem Restaurant und daher schon ganz gespannt auf Ambiente und Aussicht. Dahingegen war auch bei dieser Hochzeit klar, dass das Hochzeitstörtchen ein Geschenk wird - ganz nach "alter" Tradition bei uns im Freundeskreis. Man braucht ja schließlich immer auch bewährte Größen bei solch einer Veranstaltung ;)

Natürlich durfte das Brautpaar bei ihrem Geschenk wieder mitreden und so entschieden wir uns gemeinsam für eine Art Torte, die ich noch auf meiner ToDoListe stehen hatte: einen Cupcake-Tower mit kleinem Törtchen zum Anschneiden. Das ganze sollte im Vintage-Stil gehalten sein.

Cupcake-Tower mit Anschnitt-Törtchen
Gefeiert wurde mit ca. 55 Gästen, sodass ich beschloss, für jeden der Gäste auch einen Cupcake anzufertigen. Und obwohl man ja meinen könnte, dass so ein paar kleine Cupcakes schnell von der Hand gehen, ist das definitiv ein Trugschluss. Ich stellte 30 Miniaturrosen, 60 Hortensienblüten und ebenfalls 60 kleine filigrane Blätter für die Cupcakes mit Fondantaufleger her. Die übrigen Cupcakes - ca. 25 - 30 Stck. - wurden mit unterschiedlichen Frostingarten verziert. Dazu kam, dass jeder Cupcake eine Füllung hatte. Der Aufwand steht daher durchaus einer üblichen Hochzeitstorte gleich - wenn es nicht noch ein wenig aufwendiger ist, so viele unterschiedliche Füllungen, Frostings, Designs und dazu noch ein Törtchen anzufertigen. Die gesamte Woche vor der Hochzeit war ich also immer in der Nähe meines Backofens oder zumindest in der Küche zu finden. Die Wochen davor widmete ich mich schon den Zuckerblumen.

Unter folgenden Sorten Cupcakes konnten die Gäste und das Brautpaar dann wählen:

fruchtig frische Cupcake-Sorten
Das Törtchen war gefüllt mit einer Mascarpone-Erdbeercreme mit einem Hauch Mango - eine wirklich sehr leckere Füllung, die ich immer wieder gern nehme.




Besonders bei dem Törtchen ließ sich der Vintage-Stil durch cremefarbenen Fondantüberzug, die weiße Spitze (ja, die Farben sind auf den Bildern vom nächtlichen Anschnitt nicht wirklich gut zu sehen - dies ist sowohl der Uhrzeit, dem mehr als schlechten Licht der Location für Fotos als auch meinen mageren Fotografiekenntnissen geschuldet) und natürlich die Vintage-Zuckerrose gut umsetzen. Da ich schon erwartete, dass es abends keine atemberaubende Farbqualität auf meinen Bildern geben würde, fotografierte ich einiges schon einmal vorab. 

einige Cupcakes und das Törtchen vor dem großen Auftritt auf der Hochzeit
Besonders schön waren auch die Cupcake-Wrapper, die ich bei Amazon gefunden hatte. Sie wirkten durch die Herzen so schön romantisch. Was man hier auf den Bildern außerdem nicht sehen kann: Sie glänzten sogar mit einen goldenen Schimmer. Das machte sie sehr edel und wirklich passend zu dem schönen Ambiente des Restaurants. Hier könnt ihr euch die Wrapper auch noch einmal direkt anschauen. 


Den Cupcake-Tower baute ich zusammen mit Freunden auf, was uns recht schnell von der Hand ging. Ich hatte daheim schon einmal mit leeren Wrappern alles ausgelegt (das kann ich nur empfehlen), um zu sehen, wie und ob es auf die Etagere passt. Und als alles am Tag der Tage stand, war es wirklich sehr schön anzusehen. Ich hoffe daher, dass es nicht mein letzter Cupcake-Tower war. Gerade mit den Cupcakes ist diese Variante eine sehr schöne Alternative zu den üblichen Hochzeitstorten. Jeder kann sich gleich seinen Cupcake der Wahl nehmen. Es muss nicht gewartet werden, bis die letzte Schicht der Torte angeschnitten wird und ganz ehrlich: So ein Cupcake passt irgendwie nach einem üppigen Essen trotzdem noch irgendwie rein.

Wie schon im letzten Jahr bei der Hochzeit meiner ehemaligen Tanzkollegin gehörte auch diese Braut vor einiger Zeit in unsere Tanzriege. So haben wir uns mal wieder zusammen getan und auch hier eine kleine Darbietung zum Besten gegeben. Das schöne gemeinsame Gruppenbild möchte ich euch nicht vorenthalten, obwohl es grds. nichts mit der Hochzeitstorte zu tun hat. Aber es gehörte zu einer schönen Hochzeitsfeier und somit jetzt auch zu meinem Bericht.

Tanzgruppe Dani plus Sahne - im Hintergrund der schöne Ausblick auf Jena

Dem lieben Brautpaar sei an dieser Stelle noch einmal gesagt, dass ich eine wirklich schöne Feier hatte. 

Ich wünsche euch auf diesem Wege noch einmal alles Liebe und Gute für euren nunmehr gemeinsamen Weg als Ehepaar. Mögt ihr sowohl an sonnigen als auch an regnerischen Ehetagen stets zueinander stehen und euren gemeinsamen Weg auch an nebligen Tagen nicht aus den Augen verlieren!


In diesem Sinne: Eine wunderbare Zeit für euch, liebe Leser, und bis zum nächsten Mal. Ich freue mich, wenn wir uns bald wieder lesen.

Eure Jessi!

Dienstag, 16. Juni 2015

Die erste Cake and Bake Messe in Dortmund und ein glückliches Ende

Am letzten Maiwochenende dieses Jahres fand die erste Cake and Bake Messe in Dortmund statt. Angekündigt wurde die Messe schon im letzten Jahr und bot ein vielversprechendes Event zu werden. Internationale Headliner der Tortenszene wie Carlos Lischetti, Peggy Porschen, Stevie Aule etc. wurden Monat für Monat nachgemeldet und auch die vielen nationalen und internationalen Aussteller ließen Vielversprechendes erhoffen. 

Genauso war es mit dem Tortenwettbewerb, welcher eine ganze Halle einnehmen sollte. In Windeseile waren die Plätze für den Wettbewerb ausgebucht, obwohl sie noch einmal aufgestockt wurden. Tja, so eine Messe konnte und wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und ergatterte zwei der Plätze für den Tortenwettbewerb. 

Die Nachmittage, Abende und Nächte zwei Wochen vor dem Wettbewerb gehörten ausschließlich meinen Törtchen und ich muss zugeben, zeitlich habe ich die ganze Sache mal wieder unterschätzt. Trotzdem habe ich zwei Torten fertig gestellt, welche ich zufrieden mit nach Dortmund nehmen konnte - das ist ja immer das Wichtigste daran.

Dann war es endlich soweit. Herr S. und ich machten uns auf die Reise nach Dortmund und konnten noch am selben Tag die heil transportierten Törtchen aufbauen. Da fällt einem immer ein Stein vom Herzen, wenn alles heil ankommt - gerade bei sehr filigranen Zuckerblumen ist das ja wirklich heikel.

Und was soll ich sagen, meine Arbeit wurde belohnt:

Ich durfte nicht nur wieder zwei Schautörtchen sondern auch zwei SILBER-Medaillen mit nach Hause nehmen. Da hat sich doch mal wieder der ganze Stress gelohnt. Und ja, ihr dürft sie jetzt auch sehen:

Silberauszeichnung für meine Hochzeitstorte

Die erste Torte hatte das Thema Wald und trat in der Kategorie Hochzeitstorten an. Hier habe ich alles vereint, was ich bisher in meiner Törtchenkarriere gemacht habe. Die untere Etage ist zwei volle Tage von mir handbemalt worden. Für die zweite Etage mit Steinen und Moos habe ich mit Royal Icing gearbeitet. Bei der dritten Etage habe ich mich mit Airbrusch betätigt und die Blumen und Blätter sind mit Kenntnissen aus meinem Kurs mit Alan Dunn entstanden. 





Die Jury hatte einige Kritikpunkte, die ich gern annehme. Trotzdem bin ich mit dieser Torte vollkommen zufrieden. Um nicht zu sagen, ich mag sie sehr, da sie meine Heimat verkörpert. Ich habe den Wald vor der Nase und liebe die Natur ... genau das habe ich der Torte mit gegeben und genau das macht sie so liebenswert für mich.

Soooo und jetzt kommt das absolute Kontrastprogramm - meine zweite Torte für die Kategorie Festliche Torte:

Silberauszeichnung für meine Festtagstorte

Mit dieser Torte wollte ich zeigen, dass man auch mit sehr einfachen Torten eine Auszeichnung erreichen kann, wenn diese sauber und akkurat gearbeitet sind. Das ist mir zum Glück gelungen.  Man weiß ja schließlich nicht, wie die Jury das so sieht. Aber soll ich euch etwas sagen: Ich war trotzdem geflasht über diese tolle Auszeichnung und habe mich super gefreut!



Bei der Torte ging es mir wirklich vordergründig um saubere Arbeit und Technik. Es war auch ein Test, wie diese Arbeit bewertet wird. Dass dabei eine solche Auszeichnung herauskommt, freut mich natürlich. :)

Es gab aber nicht nur meine Törtchen auf der Messe, sondern auch jede Menge andere Torten zu sehen. Ein paar Einblicke in die Ausstellungsstücke zeige ich euch jetzt:



Vielleicht hat der ein oder andere schon andere Berichte über die Messe auf Facebook oder anderen Blogs gelesen. Dort wurde ja viel berichtet, dass die Messe sehr voll war. Das stimmt auch. Gerade zur Mittagszeit am Samstag kam man kaum durch die Hallen und es machte keinen Spaß zu Stöbern oder zu Shoppen. In dieser Zeit schloss die Feuerwehr den Einlass aus Sicherheitsgründen. Das war auch vollkommen richtig. Zwar tut es einem wirklich sehr leid für die Menschen, die eine ganz schön lange Zeit bei nicht so tollem Wetter vor dem Eingang ausharren mussten - doch für die Sicherheit aller Gäste war es wirklich sinnvoll. 

Der Veranstalter reagierte prompt und mietete für den Sonntag eine weitere Halle, platzierte Aussteller um und schaffte mehr Platz. Eine sehr vorbildliche und spontane Reaktion! Sonntags war es dann allerdings trotzdem wahnsinnig voll - obwohl eine weitere große Halle aufgestockt wurde. Wie man daran sehen kann, war die Messe ein voller Erfolg. Auch die Aussteller waren vielseitig, genauso wie viele internationale Tortenkünstler.

Für mich war es daher ein sehr gelungenes und schönes Wochenende. Ich konnte nachmittags super shoppen, habe mit vielen lieben Bekannten und noch Unbekannten geschnattert und bin glücklich wieder nach Hause gereist. 





Da die Messe trotz der starken Überfüllung sehr gut ankam, gehe ich davon aus, dass es 2016 sicherlich eine 2. Auflage geben wird - vielleicht mit noch mehr Platz. Hier mal eine kurze Zusammenfassung:

Am besten gefallen hat mir:

-  die tolle und großzügige Präsentation aller Schaustücke
- die Präsenz vieler nationaler und internationaler Tortenkünstler sowie die Möglichkeit, an vielen Workshops teil zu nehmen
- die Bühne mit Live-Vorführungen
- die große Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten

Verbesserungswürdig war:

- die Preisgestaltung der Workshops
- der Platz in den Gängen zwischen den Shops
- die Essensversorgung - am ersten Tag war schnell viel ausverkauft
- die teuren Parkplätze und Garderoben für die Besucher, die schon gut Eintritt gezahlt hatten

Wenn ich es im nächsten Jahr zeitlich einrichten kann, bin ich bestimmt auch bei der 2. Cake and Bake dabei.



Eine Siegerehrung gab es natürlich auch und jede Auszeichnung wurde auf die Bühne gerufen.




Bis bald, Eure Jessi!

Dienstag, 5. August 2014

Eine Frühlingshochzeit von Freunden

Endlich ... endlich habe ich alle Fotos zusammen. Schon gaaanz lang juckte es mir in den Fingern, euch ein ganz besonderes Törtchen dieses Jahres zu zeigen. Kennt ihr das auch? Ihr habt etwas Tolles zu berichten, könnt es aber noch nicht ... sowas macht mich immer ganz nervös.

Aber jetzt hat es die längste Zeit gedauert und nun kann ich euch mein derzeitiges Lieblingstörtchen dieses Jahres zeigen: Das Hochzeitstörtchen für liebe Freunde, welche sich am 07.06.2014 das Ja-Wort gaben.



Ein Törtchen in frühlingshaftem Grün und Weiß mit Blumenarrangements aus Blütenpaste im Vintage-Stil hatte ich mit unseren Freunden besprochen und sie hatten sich für diese Variante entschieden. Auch wenn die Torte ein Geschenk war, so war es mir doch lieber, die Wünsche und Vorstellungen der Brautleute mit einfließen zu lassen - gerade für einen so besonderen Tag im Leben.


Anfang Juni dieses Jahres war das Wetter bombastisch ... ja, es war sogar richtig heiß. Wie ihr euch vielleicht schon denken könnt, war es für die Törtchenherstellung natürlich nicht das perfekte Wetter ... wenn es ums Törtchen geht, könnte es immer um die 15 Grad sein. Allerdings war es nicht schwül und in meiner Küche ließ es sich eigentlich ganz gut arbeiten. Die Woche vor der Hochzeit verbrachte ich da einige Zeit bis in die Abendstunden, um die einzelnen Etagen der Hochzeitstorte zu backen, füllen, glätten und einzudecken. Das dauert schon seine Zeit, insbesondere wenn man "nebenbei" noch einem Vollzeitjob nachgeht.



Doch nicht nur das Törtchen an sich verlangte einiges an Arbeit von mir, sondern auch die unzähligen Blumen, Knospen und Blätter aus Blütenpaste. Diese hatte ich bereits seit März immer mal wieder gefertigt. Die Zeit dafür war auch notwendig.

Viele, viele Blüten und die drei einzelnen Etagen im Kühlschrank - bereit zum Einsatz 

Transportiert habe ich die drei einzelnen Etagen am großen Tag einzeln zur Location. Zusammengebaut wurde dann direkt vor Ort in der Küche von unseren Freunden. So brauchte ich keine Angst haben, dass die Torte den Transport nicht übersteht. Allerdings benötigt das Zusammenbauen einer solch großen Torte auch noch einmal einiges an Zeit - genauso wie das Binden der einzelnen Blumengestecke und deren Arrangement auf der Torte. Das kostet einiges an Zeit, welche man nicht Gast sein kann. Das Werk aber war es für mich wert. 

Während ich so in der Küche werkelte besuchte mich dann auch mal Sebastian Buff (Hochzeitsfotograf) und knipste ein paar Bilder hinter den Kulissen.

Fotos von Sebastian Buff Photography
Während ich das Törtchen verschönerte und der Fotograf fotografierte, gab es auch einen sehr netten Small-Talk, was mich noch etwas mehr hinter die Kulissen von Hochzeiten eintauchen ließ.


Neben der Begleitung des Brautpaares durch den Hochzeitsfotografen hatte dieser für die Gäste auch eine FotoStation aufgebaut, welche sehr gut angenommen wurde.  Hier konnte man selbst den Auslöser betätigen und sich dazu noch ziemlich ... naja, nennen wir es mal lustig ... verkleiden :) Auch das Törtchen, Herr S und ich nutzten dieses für ein Erinnerungsfoto. Ich habe mich übrigens nicht verkleidet, sondern hatte kurz zuvor einen Tanzauftritt mit der Tanzgruppe, in der die Braut und ich vor Jahren gemeinsam tanzten ... nur für die, die sich wundern :)

Fotos von Sebastian Buff Photography
Fotos von Sebastian Buff Photography
Und als das Törtchen dann seinen Fototermin hinter sich hatte, ging es endlich an die große Präsentation vor dem Brautpaar und seinen Gästen.

Fotos von Sebastian Buff Photography

Anhand der erstaunten Gast-Gesichter  und den lieben Worten des Brautpaares konnte ich so einiges an Lob in mich aufsaugen ... nach sehr langer Arbeit und vielen langen Nächten ging das wirklich runter wie Butter ... äh Öl ;)

Auf dem oberen Bild seht ihr ihr einen Bilderrahmen, in dem die Füllungen aufgeführt waren. Es versteckten sich folgende Torten unter dem Fondant:

untere Etage: Schokokuchen mit Frischkäse und Lemoncurd
mittlere Etage: Ölkuchen mit Mango-Raffaelo-Füllung
obere Etage: Mandelbiskuit mit Erdbeer-Mascarpone-Füllung


Und weil das Törtchen ja extra zum Verspeisen gemacht wurde, gab es dann am späten Abend natürlich auch noch den Törtchenanschnitt durch das Brautpaar.

Fotos von Sebastian Buff Photography
Wie ihr an den Gesicherten der Brautleute seht, hat es Ihnen sichtlich geschmeckt ... das freut mich natürlich. Und auch die Gäste haben gut zugeschlagen. Das Törtchen fand so einige Abnehmer.

Und am Ende dieses warmen Juni-Tages machte ich mich mit einem schönen und glücklichen Gefühl auf den Weg nach Hause. Dieses bescherte mir natürlich diese wunderbare Hochzeit und dafür möchte ich an dieser Stelle noch einmal ein paar kurze Worte an das Brautpaar richten:

Liebe Jana, lieber Bernd,

habt noch einmal vielen lieben Dank für einen wunderbaren Tag mit schönen Momenten. Für eure gemeinsame Zukunft wünsche ich euch nur das Beste. 

Habt eine gemeinsame Zeit, so strahlend wie jener Frühlingstag!
Habt eine Zukunft, so klar wie ein wolkenloser Sommerhimmel!
Eine Liebe, so beständig wie die Tanne im Herbst!
Ein Leben mit Glücksmomenten, so zahlreich wie Schneeflocken im Winter!


Mit diesen Worten verabschiede ich mich für heute von euch und wünsche euch eine wunderschöne Zeit, bis wir uns bald zum nächsten Törtchen wieder lesen.

Eure Jessi!

PS: Vielen Dan auch an Sebastian Buff Photography für die zur Verfügungstellung einiger Fotos.

Montag, 7. Juli 2014

Topsy Turvy zur Hochzeit von Freunden

Ihr Lieben, da bin ich wieder. In den letzten Wochen habe ich viele, viele Törtchen gebacken, über die sich Familie und Freunde freuen durften. Und das haben sie auch. 

Heute möchte ich euch nun ein ganz besonderes Törtchen zeigen. Am vergangenen Wochenende waren wir zur Hochzeit von Freunden eingeladen. Ganz festlich wurde auf einer richtigen Märchenburg gefeiert. Neben stilechter Bewirtung, einem wunderschönen Brautpaar und tollem Wetter gab es natürlich auch eine Hochzeitstorte. Dafür habe ich gesorgt.

Die Brautleute hatten dafür schon lange vorher ganz bestimmte und genaue Vorstellungen. Grundsätzlich ist das eigentlich gut, auf der anderen Seite weiß man als Törtchenersteller immer nicht ganz genau, ob man die bereits im Kopf der Brautleute entstandenen Erwartungen auch wirklich erfüllen kann. Schließlich ist doch so ein Törtchen einer DER Höhepunkte auf jeder Hochzeit und natürlich ist es eine ganz besondere Ehre, wenn soviel Vertrauen in einen gesteckt wird.


Eine Topsy Turvy Torte sollte es werden - in rot mit hellen Rosen und Freesien. Hinter diesem Wunsch steckten so einige Herausforderungen. Die erste war die Tortenform. Eine Topsy Turvy Torte stand schon lang auf meinem Wunsch-Törtchen-Zettel. Bisher gab es einfach noch keinen geeigneten Anlass für eine solche große Torte. Nun war die Zeit gekommen und ich freute mich ebenso wie ich Respekt vor dieser statisch ausgeklügelten Torte hatte.


Die nächste Herausforderung waren die Freesien aus Blütenpaste. Nachdem ich mir aber so einige Bilder der Blumen angesehen und auch echte Freesien in Augenschein genommen hatte, fiel es mir dann doch nicht so schwer. Allerdings sind diese Blumen sehr empfindlich - schnell bricht bei den geöffneten Blüten ein Blatt ab. Es heißt also Vorsicht und ganz behutsam behandeln.

Ein Teil der Zuckerblumen transportbereit.
Neben so einigen Zuckerblumen und Blättern hatte ich auch wieder einiges an Ausstattung dabei. Die Torte wurde nämlich von mir in drei Teilen zur Feierlocation gebracht und dann erst vor Ort zusammen gebaut. Durch die konische Form jeder einzelnen Etage hatte ich zu viel Angst, dass die Torte den Transport in zusammen gesetzter Form nicht übersteht. Bei so viel Arbeit für das Törtchen war es mir das Risiko nicht wert. Sicher ist sicher ...

Ein Teil meiner Ausrüstung - zwar nicht alles benötigt, aber lieber alles dabei.

Jede Etage war mit einer Kapaplatte untermauert. Die untere und mittlere Etage habe ich vor dem Zusammenfallen mit je 4 Buchenholzstäben gestützt.

Damit alles gut hält, war die gesamte Torte noch mit einem langen Buchenholzstab durch alle drei Etagen gesichert. Gerade bei solch statisch schwierigen Törtchen sollte man so auf Nummer sicher gehen. So kann nichts verrutschen und alles kommt sicher auf den Tortentisch und bleibt auch in der Form, in der sie sein soll.


Gegen 22:45 Uhr war ich dann mit dem Aufbau fertig. Sobald ich ein Törtchen fertig gestellt habe, wird dieses natürlich erst einmal für das Blog (also für euch ;o) ) fotografiert, bevor es dann seinem eigentlichen Zweck nachgehen darf.

Heute dürft ihr mal ganz kurz backstage schauen ;o) ....

Herr S. ist ein super Lichtmann!
Sooo ... nachdem das Törtchen schon vor meiner Linse stand, ging es auf die ganz große Bühne - zur Hochzeitsgesellschaft, welche schon ganz gespannt wartete.

Warten auf´s Törtchen
Für den Törtchenauftritt gab es extra stimmungsvolles Licht, ein romantisches Liedchen und jede Menge Kinder mit tollen Wunderkerzen. Das nenne ich mal einen Auftritt!

Auftritt Törtchen - und schon vor lauter interessierter Hochzeitsgäste nicht mehr zu sehen.

Das ist doch mal was - ein Brautpaar, dass sich selbst fotografiert! Das fand ich so cool!
Das Törtchen fand sowohl bei dem begeisterten Brautpaar als auch bei den übrigen Gästen viele begeisterte Anhänger. Es wurde viel spekuliert, gestaunt und ich empfing so einige nette Worte. Besonders gefreut hat es mich natürlich, dass sich das Brautpaar so gefreut hat und ich nach dem Törtchenauftritt sofort eine warme Umarmung der Braut empfing. Wenn das mal nicht der schönste Lohn für so einige Stunden Arbeit war.

Törtchenanschnitt

Liebe Anika, lieber Denis,

auch an dieser Stelle möchte ich euch noch einmal alles Liebe für eure gemeinsame Zukunft wünschen. Mögt ihr eine zuckersüße Ehe haben, in denen saure Zeiten nur die Abwechslung vom Alltag sind. Bleibt so wie ihr seid und genießt es, nun noch mehr beieinander gerückt zu sein. Habt noch einmal vielen Dank für eure Herzlichkeit und eine wunderschöne Hochzeit, an die ich mich gern zurück erinnere!



Gefüllt war die Torte im Übrigen wie folgt:

Unten: Sachertorte
Mitte: Ölkuchen mit Rote-Grütze-Füllung
Oben: Mandelkuchen mit Aprikose-Marzipan


Rückblickend muss ich wirklich gestehen, dass mich diese Topsy Turvy manchmal echt herausgefordert hat. Die Masse und die besondere geschnitzte Form sind schon eine ganz besondere Herausforderung und ohne Disziplin in der Woche vor der Hochzeit hätte ich meinen straffen Zeitplan in keinem Fall geschafft. Für die Blumen habe ich bereits Wochen zuvor angefangen, da diese ebenfalls sehr zeitintensiv waren.

Trotzdem hat sich die ganze Mühe, der Stress und die Arbeit wirklich gelohnt. Das Törtchen war schön anzusehen und auch das Brautpaar hat sich sehr darüber gefreut. Somit kam auf der Heimfahrt dann auch ein wenig Stolz auf - auch wenn dieser sich schnell in Müdigkeit wandelte, denn die Tage zuvor gingen meist bis in die Nacht hinein.


Ich kann euch schon versprechen, dass ihr in der nächsten Zeit noch so einige tolle Törtchen zu sehen bekommt - wie gesagt, ich war echt fleißig. Bis dahin wünsche ich euch aber erst mal eine schöne Zeit und bis bald.

Eure Jessi!
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