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Mittwoch, 12. August 2015

Vintage Cupcake-Tower zur Hochzeit von Freunden

Es ist schon einige Zeit her, als wir im Mai dieses Jahres bei Freunden zur Hochzeit eingeladen waren. Wie jede Hochzeit war auch diese etwas ganz Besonderes. Gefeiert wurde im Scala - DAS Restaurant an der höchsten Stelle Jena´s - im Wahrzeichen der Stadt - dem Intershop-Tower (jetzt auch JenTower genannt). 

Ganz oben in dem über 150 m hohen Turm hat man natürlich einen wunderbaren Blick in das im Mai so wundervoll grüne Saaletal und die Universitätsstadt. Wer also mal die Möglichkeit bekommt, sich Jena von oben anzusehen, sollte das unbedingt dort tun. Das kann man nämlich auch, ohne dafür in das Luxusrestaurant einzukehren.

Wir waren zuvor noch nicht in diesem Restaurant und daher schon ganz gespannt auf Ambiente und Aussicht. Dahingegen war auch bei dieser Hochzeit klar, dass das Hochzeitstörtchen ein Geschenk wird - ganz nach "alter" Tradition bei uns im Freundeskreis. Man braucht ja schließlich immer auch bewährte Größen bei solch einer Veranstaltung ;)

Natürlich durfte das Brautpaar bei ihrem Geschenk wieder mitreden und so entschieden wir uns gemeinsam für eine Art Torte, die ich noch auf meiner ToDoListe stehen hatte: einen Cupcake-Tower mit kleinem Törtchen zum Anschneiden. Das ganze sollte im Vintage-Stil gehalten sein.

Cupcake-Tower mit Anschnitt-Törtchen
Gefeiert wurde mit ca. 55 Gästen, sodass ich beschloss, für jeden der Gäste auch einen Cupcake anzufertigen. Und obwohl man ja meinen könnte, dass so ein paar kleine Cupcakes schnell von der Hand gehen, ist das definitiv ein Trugschluss. Ich stellte 30 Miniaturrosen, 60 Hortensienblüten und ebenfalls 60 kleine filigrane Blätter für die Cupcakes mit Fondantaufleger her. Die übrigen Cupcakes - ca. 25 - 30 Stck. - wurden mit unterschiedlichen Frostingarten verziert. Dazu kam, dass jeder Cupcake eine Füllung hatte. Der Aufwand steht daher durchaus einer üblichen Hochzeitstorte gleich - wenn es nicht noch ein wenig aufwendiger ist, so viele unterschiedliche Füllungen, Frostings, Designs und dazu noch ein Törtchen anzufertigen. Die gesamte Woche vor der Hochzeit war ich also immer in der Nähe meines Backofens oder zumindest in der Küche zu finden. Die Wochen davor widmete ich mich schon den Zuckerblumen.

Unter folgenden Sorten Cupcakes konnten die Gäste und das Brautpaar dann wählen:

fruchtig frische Cupcake-Sorten
Das Törtchen war gefüllt mit einer Mascarpone-Erdbeercreme mit einem Hauch Mango - eine wirklich sehr leckere Füllung, die ich immer wieder gern nehme.




Besonders bei dem Törtchen ließ sich der Vintage-Stil durch cremefarbenen Fondantüberzug, die weiße Spitze (ja, die Farben sind auf den Bildern vom nächtlichen Anschnitt nicht wirklich gut zu sehen - dies ist sowohl der Uhrzeit, dem mehr als schlechten Licht der Location für Fotos als auch meinen mageren Fotografiekenntnissen geschuldet) und natürlich die Vintage-Zuckerrose gut umsetzen. Da ich schon erwartete, dass es abends keine atemberaubende Farbqualität auf meinen Bildern geben würde, fotografierte ich einiges schon einmal vorab. 

einige Cupcakes und das Törtchen vor dem großen Auftritt auf der Hochzeit
Besonders schön waren auch die Cupcake-Wrapper, die ich bei Amazon gefunden hatte. Sie wirkten durch die Herzen so schön romantisch. Was man hier auf den Bildern außerdem nicht sehen kann: Sie glänzten sogar mit einen goldenen Schimmer. Das machte sie sehr edel und wirklich passend zu dem schönen Ambiente des Restaurants. Hier könnt ihr euch die Wrapper auch noch einmal direkt anschauen. 


Den Cupcake-Tower baute ich zusammen mit Freunden auf, was uns recht schnell von der Hand ging. Ich hatte daheim schon einmal mit leeren Wrappern alles ausgelegt (das kann ich nur empfehlen), um zu sehen, wie und ob es auf die Etagere passt. Und als alles am Tag der Tage stand, war es wirklich sehr schön anzusehen. Ich hoffe daher, dass es nicht mein letzter Cupcake-Tower war. Gerade mit den Cupcakes ist diese Variante eine sehr schöne Alternative zu den üblichen Hochzeitstorten. Jeder kann sich gleich seinen Cupcake der Wahl nehmen. Es muss nicht gewartet werden, bis die letzte Schicht der Torte angeschnitten wird und ganz ehrlich: So ein Cupcake passt irgendwie nach einem üppigen Essen trotzdem noch irgendwie rein.

Wie schon im letzten Jahr bei der Hochzeit meiner ehemaligen Tanzkollegin gehörte auch diese Braut vor einiger Zeit in unsere Tanzriege. So haben wir uns mal wieder zusammen getan und auch hier eine kleine Darbietung zum Besten gegeben. Das schöne gemeinsame Gruppenbild möchte ich euch nicht vorenthalten, obwohl es grds. nichts mit der Hochzeitstorte zu tun hat. Aber es gehörte zu einer schönen Hochzeitsfeier und somit jetzt auch zu meinem Bericht.

Tanzgruppe Dani plus Sahne - im Hintergrund der schöne Ausblick auf Jena

Dem lieben Brautpaar sei an dieser Stelle noch einmal gesagt, dass ich eine wirklich schöne Feier hatte. 

Ich wünsche euch auf diesem Wege noch einmal alles Liebe und Gute für euren nunmehr gemeinsamen Weg als Ehepaar. Mögt ihr sowohl an sonnigen als auch an regnerischen Ehetagen stets zueinander stehen und euren gemeinsamen Weg auch an nebligen Tagen nicht aus den Augen verlieren!


In diesem Sinne: Eine wunderbare Zeit für euch, liebe Leser, und bis zum nächsten Mal. Ich freue mich, wenn wir uns bald wieder lesen.

Eure Jessi!

Sonntag, 18. Januar 2015

Vintage durch und durch

Vintage ... was ist das denn eigentlich? Wieso sagt man nicht, altes Zeug schön aufgehübscht und kitschig ohne Ende? Tja, das wäre dann doch zuviel des Guten und würde das Thema Vintage auch nicht gebührend ehren. Denn dieser romantische Stil, der Blumen und Spitze sowie feine pastellige Akzente setzt, kann durchaus bestechend wirken und einen mitreißen.

Trotzdem ist dieser Stil auf jeden Fall Geschmackssache und auch ich bin nicht für alles zu haben, was unter der großen Überschrift Vintage steht.


Für die Geburtstagsfeier meiner Oma jedoch passte keine Torte besser als die im Vintage-Stil. Pastellfarben, Blumen aus Oblatenpapier - wie ganz feines Porzellan - und natürlich Spitze über Spitze.

Dazu müsst ihr wissen, dass zum Kaffee immer die schönen alten Sammeltassen aufgefahren werden. Ich würde so keine Kaffeetafel schmücken, aber bei meiner Oma liebe ich das. Obwohl kein Gedeck dem anderen gleicht, so wirkt alles doch harmonisch und einladend. 


Für diese essbare goldfarbene Spitze habe ich übrigens das erste Mal mit CakeLace gearbeitet und mich in dieses Zeug verliebt. Es ist so leicht zu handhaben. Die Metallicfarben sind sogar schon angemischt. Man muss also nur das Eimerchen aufmachen, Paste auf die entsprechende Silikon-Matte (ich hatte diese hier) und nach Packungsanleitung ab in den Ofen. Sogar zum Schreiben könnte man die Masse nutzen. Sehr toll! Und was ich am besten daran finde: Die Zuckerspitze ist superbeweglich. Natürlich - es ist Spitze, also ist sie auch sehr fein und empfindlich. Doch spröde und brüchig wie andere Masse zählen nicht zu ihren Eigenschaften und das ist für mich ein echter Gewinn. Nach einigen Tests hatte ich auch die Verfahrensweise für optimale Ergebnisse raus.

Gut, in der Anschaffung ist CakeLace nicht ganz so günstig - insbesondere haben einige Silikon-Matten wirklich stolze Preise. Man sollte sich also gut überlegen, wie oft man diese Produkte benötigt und ob es sich rechnet. Ich nutze die Spitze öfter, z. B. auch in meinen Seminaren, daher lohnt sich für mich auch eine solche Investition.

Meine Oma hat sich natürlich wieder sehr gefreut. Hatte sie im letzten Jahr doch eine ganz andere Torte zu Ihrem Geburtstag bekommen (hier könnt ihr die Torte aus dem letzten Jahr sehen).

Auch die Blumen auf der Torte haben ihr gut gefallen. Diese sind aus Oblatenpapier (Waferpaper) gefertigt. Diese Art der Blumen macht mir riesig Spaß - es ist etwas ganz anderes, als mit Blütenpaste zu arbeiten. Zwar sind hier der Blumenart ein paar Grenzen gesetzt, aber das macht nichts. Insbesondere für etwas andere Torten werde ich sie weiterhin verwenden - auch wenn ich für mehr Vielfalt erst einmal ein wenig üben muss :)


Euch nun noch einen schönen Sonntag und bis ganz bald mal wieder.

Eure Jessi!

Dienstag, 5. August 2014

Eine Frühlingshochzeit von Freunden

Endlich ... endlich habe ich alle Fotos zusammen. Schon gaaanz lang juckte es mir in den Fingern, euch ein ganz besonderes Törtchen dieses Jahres zu zeigen. Kennt ihr das auch? Ihr habt etwas Tolles zu berichten, könnt es aber noch nicht ... sowas macht mich immer ganz nervös.

Aber jetzt hat es die längste Zeit gedauert und nun kann ich euch mein derzeitiges Lieblingstörtchen dieses Jahres zeigen: Das Hochzeitstörtchen für liebe Freunde, welche sich am 07.06.2014 das Ja-Wort gaben.



Ein Törtchen in frühlingshaftem Grün und Weiß mit Blumenarrangements aus Blütenpaste im Vintage-Stil hatte ich mit unseren Freunden besprochen und sie hatten sich für diese Variante entschieden. Auch wenn die Torte ein Geschenk war, so war es mir doch lieber, die Wünsche und Vorstellungen der Brautleute mit einfließen zu lassen - gerade für einen so besonderen Tag im Leben.


Anfang Juni dieses Jahres war das Wetter bombastisch ... ja, es war sogar richtig heiß. Wie ihr euch vielleicht schon denken könnt, war es für die Törtchenherstellung natürlich nicht das perfekte Wetter ... wenn es ums Törtchen geht, könnte es immer um die 15 Grad sein. Allerdings war es nicht schwül und in meiner Küche ließ es sich eigentlich ganz gut arbeiten. Die Woche vor der Hochzeit verbrachte ich da einige Zeit bis in die Abendstunden, um die einzelnen Etagen der Hochzeitstorte zu backen, füllen, glätten und einzudecken. Das dauert schon seine Zeit, insbesondere wenn man "nebenbei" noch einem Vollzeitjob nachgeht.



Doch nicht nur das Törtchen an sich verlangte einiges an Arbeit von mir, sondern auch die unzähligen Blumen, Knospen und Blätter aus Blütenpaste. Diese hatte ich bereits seit März immer mal wieder gefertigt. Die Zeit dafür war auch notwendig.

Viele, viele Blüten und die drei einzelnen Etagen im Kühlschrank - bereit zum Einsatz 

Transportiert habe ich die drei einzelnen Etagen am großen Tag einzeln zur Location. Zusammengebaut wurde dann direkt vor Ort in der Küche von unseren Freunden. So brauchte ich keine Angst haben, dass die Torte den Transport nicht übersteht. Allerdings benötigt das Zusammenbauen einer solch großen Torte auch noch einmal einiges an Zeit - genauso wie das Binden der einzelnen Blumengestecke und deren Arrangement auf der Torte. Das kostet einiges an Zeit, welche man nicht Gast sein kann. Das Werk aber war es für mich wert. 

Während ich so in der Küche werkelte besuchte mich dann auch mal Sebastian Buff (Hochzeitsfotograf) und knipste ein paar Bilder hinter den Kulissen.

Fotos von Sebastian Buff Photography
Während ich das Törtchen verschönerte und der Fotograf fotografierte, gab es auch einen sehr netten Small-Talk, was mich noch etwas mehr hinter die Kulissen von Hochzeiten eintauchen ließ.


Neben der Begleitung des Brautpaares durch den Hochzeitsfotografen hatte dieser für die Gäste auch eine FotoStation aufgebaut, welche sehr gut angenommen wurde.  Hier konnte man selbst den Auslöser betätigen und sich dazu noch ziemlich ... naja, nennen wir es mal lustig ... verkleiden :) Auch das Törtchen, Herr S und ich nutzten dieses für ein Erinnerungsfoto. Ich habe mich übrigens nicht verkleidet, sondern hatte kurz zuvor einen Tanzauftritt mit der Tanzgruppe, in der die Braut und ich vor Jahren gemeinsam tanzten ... nur für die, die sich wundern :)

Fotos von Sebastian Buff Photography
Fotos von Sebastian Buff Photography
Und als das Törtchen dann seinen Fototermin hinter sich hatte, ging es endlich an die große Präsentation vor dem Brautpaar und seinen Gästen.

Fotos von Sebastian Buff Photography

Anhand der erstaunten Gast-Gesichter  und den lieben Worten des Brautpaares konnte ich so einiges an Lob in mich aufsaugen ... nach sehr langer Arbeit und vielen langen Nächten ging das wirklich runter wie Butter ... äh Öl ;)

Auf dem oberen Bild seht ihr ihr einen Bilderrahmen, in dem die Füllungen aufgeführt waren. Es versteckten sich folgende Torten unter dem Fondant:

untere Etage: Schokokuchen mit Frischkäse und Lemoncurd
mittlere Etage: Ölkuchen mit Mango-Raffaelo-Füllung
obere Etage: Mandelbiskuit mit Erdbeer-Mascarpone-Füllung


Und weil das Törtchen ja extra zum Verspeisen gemacht wurde, gab es dann am späten Abend natürlich auch noch den Törtchenanschnitt durch das Brautpaar.

Fotos von Sebastian Buff Photography
Wie ihr an den Gesicherten der Brautleute seht, hat es Ihnen sichtlich geschmeckt ... das freut mich natürlich. Und auch die Gäste haben gut zugeschlagen. Das Törtchen fand so einige Abnehmer.

Und am Ende dieses warmen Juni-Tages machte ich mich mit einem schönen und glücklichen Gefühl auf den Weg nach Hause. Dieses bescherte mir natürlich diese wunderbare Hochzeit und dafür möchte ich an dieser Stelle noch einmal ein paar kurze Worte an das Brautpaar richten:

Liebe Jana, lieber Bernd,

habt noch einmal vielen lieben Dank für einen wunderbaren Tag mit schönen Momenten. Für eure gemeinsame Zukunft wünsche ich euch nur das Beste. 

Habt eine gemeinsame Zeit, so strahlend wie jener Frühlingstag!
Habt eine Zukunft, so klar wie ein wolkenloser Sommerhimmel!
Eine Liebe, so beständig wie die Tanne im Herbst!
Ein Leben mit Glücksmomenten, so zahlreich wie Schneeflocken im Winter!


Mit diesen Worten verabschiede ich mich für heute von euch und wünsche euch eine wunderschöne Zeit, bis wir uns bald zum nächsten Törtchen wieder lesen.

Eure Jessi!

PS: Vielen Dan auch an Sebastian Buff Photography für die zur Verfügungstellung einiger Fotos.

Montag, 21. Juli 2014

Ein vintage-angehauchtes Törtchen zum 50. Geburtstag

Vor einiger Zeit war Herr S. aus seiner beruflichen Tätigkeit heraus bei mittlerweile sehr netten Bekannten zum 50. Geburtstag eingeladen. Mit auf den Weg dafür gab es ein kleines Törtchen.

Besonders zu runden Geburtstagen bietet sich dann natürlich ein Törtchen als Geschenk an - es ist doch immer etwas Besonderes.

20 cm Durchmesser, 13 cm hoch - gefüllt mit lecker durchzogener Sachertorte

Da das Törtchen für eine Frau war, habe ich mich für einen romantischen Stil entschieden. Gefeiert wurde Mitte Juni und so konnte ich mich noch in Frühlingsfarben austoben sowie die zu dieser Zeit schon so wunderbar blühenden Rosen verwenden.


Als kleinen Hingucker gab es als Deko außerdem einen nach außen geschwungenen Rand, welcher mit einer Brosche und Federn aus Fondant "zusammen gebunden" war.


Für diese Elemente habe ich mir wieder selbst Moulds (Silikonformen) hergestellt. Wie das funktioniert, habe ich euch hier ja schon erklärt. Genutzt habe ich dafür einige der Kettenanhänger meiner Mama. Man muss sich einfach nur mal genauer in seiner Umgebung umschauen und wird feststellen, dass es viele schöne Dinge gibt, die man in Moulds umwandeln kann. Die Federn wurden jedoch mit dem Skalpell noch etwas nachgearbeitet.


Das Geburtstagskind war richtig überrascht und hat sich sehr gefreut ... wie schön, dass Törtchen immer Spaß bringen.

Zuckerrosen mit Blattwerk aus Blütenpaste
etwas kamerascheu, aber dadurch nicht weniger fröhlich ;)
Euch wünsche ich nun erst einmal eine tolle Woche und freue mich, wenn wir uns bald wieder lesen.

Eure Jessi!
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