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Mittwoch, 12. August 2015

Vintage Cupcake-Tower zur Hochzeit von Freunden

Es ist schon einige Zeit her, als wir im Mai dieses Jahres bei Freunden zur Hochzeit eingeladen waren. Wie jede Hochzeit war auch diese etwas ganz Besonderes. Gefeiert wurde im Scala - DAS Restaurant an der höchsten Stelle Jena´s - im Wahrzeichen der Stadt - dem Intershop-Tower (jetzt auch JenTower genannt). 

Ganz oben in dem über 150 m hohen Turm hat man natürlich einen wunderbaren Blick in das im Mai so wundervoll grüne Saaletal und die Universitätsstadt. Wer also mal die Möglichkeit bekommt, sich Jena von oben anzusehen, sollte das unbedingt dort tun. Das kann man nämlich auch, ohne dafür in das Luxusrestaurant einzukehren.

Wir waren zuvor noch nicht in diesem Restaurant und daher schon ganz gespannt auf Ambiente und Aussicht. Dahingegen war auch bei dieser Hochzeit klar, dass das Hochzeitstörtchen ein Geschenk wird - ganz nach "alter" Tradition bei uns im Freundeskreis. Man braucht ja schließlich immer auch bewährte Größen bei solch einer Veranstaltung ;)

Natürlich durfte das Brautpaar bei ihrem Geschenk wieder mitreden und so entschieden wir uns gemeinsam für eine Art Torte, die ich noch auf meiner ToDoListe stehen hatte: einen Cupcake-Tower mit kleinem Törtchen zum Anschneiden. Das ganze sollte im Vintage-Stil gehalten sein.

Cupcake-Tower mit Anschnitt-Törtchen
Gefeiert wurde mit ca. 55 Gästen, sodass ich beschloss, für jeden der Gäste auch einen Cupcake anzufertigen. Und obwohl man ja meinen könnte, dass so ein paar kleine Cupcakes schnell von der Hand gehen, ist das definitiv ein Trugschluss. Ich stellte 30 Miniaturrosen, 60 Hortensienblüten und ebenfalls 60 kleine filigrane Blätter für die Cupcakes mit Fondantaufleger her. Die übrigen Cupcakes - ca. 25 - 30 Stck. - wurden mit unterschiedlichen Frostingarten verziert. Dazu kam, dass jeder Cupcake eine Füllung hatte. Der Aufwand steht daher durchaus einer üblichen Hochzeitstorte gleich - wenn es nicht noch ein wenig aufwendiger ist, so viele unterschiedliche Füllungen, Frostings, Designs und dazu noch ein Törtchen anzufertigen. Die gesamte Woche vor der Hochzeit war ich also immer in der Nähe meines Backofens oder zumindest in der Küche zu finden. Die Wochen davor widmete ich mich schon den Zuckerblumen.

Unter folgenden Sorten Cupcakes konnten die Gäste und das Brautpaar dann wählen:

fruchtig frische Cupcake-Sorten
Das Törtchen war gefüllt mit einer Mascarpone-Erdbeercreme mit einem Hauch Mango - eine wirklich sehr leckere Füllung, die ich immer wieder gern nehme.




Besonders bei dem Törtchen ließ sich der Vintage-Stil durch cremefarbenen Fondantüberzug, die weiße Spitze (ja, die Farben sind auf den Bildern vom nächtlichen Anschnitt nicht wirklich gut zu sehen - dies ist sowohl der Uhrzeit, dem mehr als schlechten Licht der Location für Fotos als auch meinen mageren Fotografiekenntnissen geschuldet) und natürlich die Vintage-Zuckerrose gut umsetzen. Da ich schon erwartete, dass es abends keine atemberaubende Farbqualität auf meinen Bildern geben würde, fotografierte ich einiges schon einmal vorab. 

einige Cupcakes und das Törtchen vor dem großen Auftritt auf der Hochzeit
Besonders schön waren auch die Cupcake-Wrapper, die ich bei Amazon gefunden hatte. Sie wirkten durch die Herzen so schön romantisch. Was man hier auf den Bildern außerdem nicht sehen kann: Sie glänzten sogar mit einen goldenen Schimmer. Das machte sie sehr edel und wirklich passend zu dem schönen Ambiente des Restaurants. Hier könnt ihr euch die Wrapper auch noch einmal direkt anschauen. 


Den Cupcake-Tower baute ich zusammen mit Freunden auf, was uns recht schnell von der Hand ging. Ich hatte daheim schon einmal mit leeren Wrappern alles ausgelegt (das kann ich nur empfehlen), um zu sehen, wie und ob es auf die Etagere passt. Und als alles am Tag der Tage stand, war es wirklich sehr schön anzusehen. Ich hoffe daher, dass es nicht mein letzter Cupcake-Tower war. Gerade mit den Cupcakes ist diese Variante eine sehr schöne Alternative zu den üblichen Hochzeitstorten. Jeder kann sich gleich seinen Cupcake der Wahl nehmen. Es muss nicht gewartet werden, bis die letzte Schicht der Torte angeschnitten wird und ganz ehrlich: So ein Cupcake passt irgendwie nach einem üppigen Essen trotzdem noch irgendwie rein.

Wie schon im letzten Jahr bei der Hochzeit meiner ehemaligen Tanzkollegin gehörte auch diese Braut vor einiger Zeit in unsere Tanzriege. So haben wir uns mal wieder zusammen getan und auch hier eine kleine Darbietung zum Besten gegeben. Das schöne gemeinsame Gruppenbild möchte ich euch nicht vorenthalten, obwohl es grds. nichts mit der Hochzeitstorte zu tun hat. Aber es gehörte zu einer schönen Hochzeitsfeier und somit jetzt auch zu meinem Bericht.

Tanzgruppe Dani plus Sahne - im Hintergrund der schöne Ausblick auf Jena

Dem lieben Brautpaar sei an dieser Stelle noch einmal gesagt, dass ich eine wirklich schöne Feier hatte. 

Ich wünsche euch auf diesem Wege noch einmal alles Liebe und Gute für euren nunmehr gemeinsamen Weg als Ehepaar. Mögt ihr sowohl an sonnigen als auch an regnerischen Ehetagen stets zueinander stehen und euren gemeinsamen Weg auch an nebligen Tagen nicht aus den Augen verlieren!


In diesem Sinne: Eine wunderbare Zeit für euch, liebe Leser, und bis zum nächsten Mal. Ich freue mich, wenn wir uns bald wieder lesen.

Eure Jessi!

Dienstag, 16. Juni 2015

Die erste Cake and Bake Messe in Dortmund und ein glückliches Ende

Am letzten Maiwochenende dieses Jahres fand die erste Cake and Bake Messe in Dortmund statt. Angekündigt wurde die Messe schon im letzten Jahr und bot ein vielversprechendes Event zu werden. Internationale Headliner der Tortenszene wie Carlos Lischetti, Peggy Porschen, Stevie Aule etc. wurden Monat für Monat nachgemeldet und auch die vielen nationalen und internationalen Aussteller ließen Vielversprechendes erhoffen. 

Genauso war es mit dem Tortenwettbewerb, welcher eine ganze Halle einnehmen sollte. In Windeseile waren die Plätze für den Wettbewerb ausgebucht, obwohl sie noch einmal aufgestockt wurden. Tja, so eine Messe konnte und wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und ergatterte zwei der Plätze für den Tortenwettbewerb. 

Die Nachmittage, Abende und Nächte zwei Wochen vor dem Wettbewerb gehörten ausschließlich meinen Törtchen und ich muss zugeben, zeitlich habe ich die ganze Sache mal wieder unterschätzt. Trotzdem habe ich zwei Torten fertig gestellt, welche ich zufrieden mit nach Dortmund nehmen konnte - das ist ja immer das Wichtigste daran.

Dann war es endlich soweit. Herr S. und ich machten uns auf die Reise nach Dortmund und konnten noch am selben Tag die heil transportierten Törtchen aufbauen. Da fällt einem immer ein Stein vom Herzen, wenn alles heil ankommt - gerade bei sehr filigranen Zuckerblumen ist das ja wirklich heikel.

Und was soll ich sagen, meine Arbeit wurde belohnt:

Ich durfte nicht nur wieder zwei Schautörtchen sondern auch zwei SILBER-Medaillen mit nach Hause nehmen. Da hat sich doch mal wieder der ganze Stress gelohnt. Und ja, ihr dürft sie jetzt auch sehen:

Silberauszeichnung für meine Hochzeitstorte

Die erste Torte hatte das Thema Wald und trat in der Kategorie Hochzeitstorten an. Hier habe ich alles vereint, was ich bisher in meiner Törtchenkarriere gemacht habe. Die untere Etage ist zwei volle Tage von mir handbemalt worden. Für die zweite Etage mit Steinen und Moos habe ich mit Royal Icing gearbeitet. Bei der dritten Etage habe ich mich mit Airbrusch betätigt und die Blumen und Blätter sind mit Kenntnissen aus meinem Kurs mit Alan Dunn entstanden. 





Die Jury hatte einige Kritikpunkte, die ich gern annehme. Trotzdem bin ich mit dieser Torte vollkommen zufrieden. Um nicht zu sagen, ich mag sie sehr, da sie meine Heimat verkörpert. Ich habe den Wald vor der Nase und liebe die Natur ... genau das habe ich der Torte mit gegeben und genau das macht sie so liebenswert für mich.

Soooo und jetzt kommt das absolute Kontrastprogramm - meine zweite Torte für die Kategorie Festliche Torte:

Silberauszeichnung für meine Festtagstorte

Mit dieser Torte wollte ich zeigen, dass man auch mit sehr einfachen Torten eine Auszeichnung erreichen kann, wenn diese sauber und akkurat gearbeitet sind. Das ist mir zum Glück gelungen.  Man weiß ja schließlich nicht, wie die Jury das so sieht. Aber soll ich euch etwas sagen: Ich war trotzdem geflasht über diese tolle Auszeichnung und habe mich super gefreut!



Bei der Torte ging es mir wirklich vordergründig um saubere Arbeit und Technik. Es war auch ein Test, wie diese Arbeit bewertet wird. Dass dabei eine solche Auszeichnung herauskommt, freut mich natürlich. :)

Es gab aber nicht nur meine Törtchen auf der Messe, sondern auch jede Menge andere Torten zu sehen. Ein paar Einblicke in die Ausstellungsstücke zeige ich euch jetzt:



Vielleicht hat der ein oder andere schon andere Berichte über die Messe auf Facebook oder anderen Blogs gelesen. Dort wurde ja viel berichtet, dass die Messe sehr voll war. Das stimmt auch. Gerade zur Mittagszeit am Samstag kam man kaum durch die Hallen und es machte keinen Spaß zu Stöbern oder zu Shoppen. In dieser Zeit schloss die Feuerwehr den Einlass aus Sicherheitsgründen. Das war auch vollkommen richtig. Zwar tut es einem wirklich sehr leid für die Menschen, die eine ganz schön lange Zeit bei nicht so tollem Wetter vor dem Eingang ausharren mussten - doch für die Sicherheit aller Gäste war es wirklich sinnvoll. 

Der Veranstalter reagierte prompt und mietete für den Sonntag eine weitere Halle, platzierte Aussteller um und schaffte mehr Platz. Eine sehr vorbildliche und spontane Reaktion! Sonntags war es dann allerdings trotzdem wahnsinnig voll - obwohl eine weitere große Halle aufgestockt wurde. Wie man daran sehen kann, war die Messe ein voller Erfolg. Auch die Aussteller waren vielseitig, genauso wie viele internationale Tortenkünstler.

Für mich war es daher ein sehr gelungenes und schönes Wochenende. Ich konnte nachmittags super shoppen, habe mit vielen lieben Bekannten und noch Unbekannten geschnattert und bin glücklich wieder nach Hause gereist. 





Da die Messe trotz der starken Überfüllung sehr gut ankam, gehe ich davon aus, dass es 2016 sicherlich eine 2. Auflage geben wird - vielleicht mit noch mehr Platz. Hier mal eine kurze Zusammenfassung:

Am besten gefallen hat mir:

-  die tolle und großzügige Präsentation aller Schaustücke
- die Präsenz vieler nationaler und internationaler Tortenkünstler sowie die Möglichkeit, an vielen Workshops teil zu nehmen
- die Bühne mit Live-Vorführungen
- die große Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten

Verbesserungswürdig war:

- die Preisgestaltung der Workshops
- der Platz in den Gängen zwischen den Shops
- die Essensversorgung - am ersten Tag war schnell viel ausverkauft
- die teuren Parkplätze und Garderoben für die Besucher, die schon gut Eintritt gezahlt hatten

Wenn ich es im nächsten Jahr zeitlich einrichten kann, bin ich bestimmt auch bei der 2. Cake and Bake dabei.



Eine Siegerehrung gab es natürlich auch und jede Auszeichnung wurde auf die Bühne gerufen.




Bis bald, Eure Jessi!

Montag, 27. April 2015

Kunterbunt vs. gülden

Wie jedes Jahr hatte auch dieses Jahr mein Opa Ende März Geburtstag. Vor kurzem war es mal wieder soweit und ein halbrunder Geburtstag stand an - 85 Jahre! Wie wunderbar. Und natürlich durfte da ein kleines Geburtstagstörtchen von mir nicht fehlen.

Durchmesser 15 cm, Höhe 12 cm

Da Geburtstage es an sich haben, fröhliche Feste zu sein, so entschied ich mich für eine kunterbunte Torte mit einem goldenen Topping zu Ehren des erreichten Lebensjahres.

Schokoladenkuchen und Füllung aus Mascarpone mit Mango

Für die Verzierung habe ich mehrere Farben Fondant eingefärbt, Stränge geformt, zusammengefügt und nebeneinander ausgerollt. Danach habe ich mit einer Silikonmatte von Marvelous Molds die kleinen Tropfen geformt und nach meinen Vorstellungen an die Torte angebracht.


Ganz wunderbar zur Törtchenfarbe passt auch mein neuer alter Törtchenständer von Home of Cake, den ich mir letztes Jahr auf der Tortenshow in Hamburg ergattert hatte. Ich habe ihn das erste mal  benutzt und finde ihn ganz bezaubernd. Alles richtig gemacht mit der Anschaffung :)


Euch nun noch eine schöne Zeit und bis ganz bald!

Eure Jessi!

Sonntag, 12. April 2015

Von Häufchen und Geburtstagscrashern

Vor kurzem gab es mal wieder einen runden Geburtstag und von mir dazu natürlich wieder ein kleines Törtchen als Geschenk.

Ein 60. Geburtstag stand an und dieser wurde auch gebührend in großer Runde gefeiert.

Da ich meine Torten immer dem Geburtstagskind anpasse, habe ich mir auch dieses Mal ein paar Gedanken gemacht. Neben einigen Hobbys beschäftigt den Haus- und Gartenbesitzer auch seit Jahren ein hartnäckiger Maulwurf. Jaaa, genau - ihr habt richtig gelesen. Tja und wer diese kleine possierlichen Tierchen selbst kennt oder zumindest ihre kleinen Hügel schon kennen lernen durfte (die Tierchen an sich sieht man ja eher weniger), der weiß natürlich, dass man Maulwürfe irgendwie nicht so gern auf seinem Grundstück hat. Warum? Na ja... da könnten so einige ihre Geschichten erzählen, insbesondere das Geburtstagskind. 


Nun ja und da der kleine Maulwurf im Garten des Geburtstagskindes dieses schon seit Jahren durch´s Leben bekleidet, so sollte er doch wenigstens auch bei der Geburtstagssause dabei sein dürfen (ich hatte nämlich gehört, dass er wohl eigentlich nicht eingeladen war * ;o) * ). Man könnte ihn also auch als sogenannten Geburtstagscrasher bezeichnen ...


Gefüllt war das Törtchen mit einem einfachen Schokoladenkuchen und einer Frischkäse-Rote-Grütze-Füllung, wie ich sie häufig verwende und wie sie auch immer gut ankommt.

Den kleinen Maulwurf habe ich direkt mit Modellierfondant auf die Torte modelliert. Da es nur das Köpfchen war, brauchte ich die Figur nicht großartig vorher austrocknen lassen - das hat so sehr gut gehalten.


Euch wünsche ich nun eine wunderbare Frühlingswoche und freue mich schon, wenn wir uns bald wieder lesen.


Eure Jessi!

Montag, 2. März 2015

Schlicht und elegant

Schon vor längerer Zeit hatte ich entschlossen, mal wieder ein paar neue Schautörtchen herzustellen. Diese sollen zukünftig den Ausstellungstisch meiner Seminare schmücken und für einige meiner Seminare als Anschauungsobjekte dienen. 

Anfang Februar war ich außerdem in der Galeria Rudolstadt zu Gast, um dort einen Vortrag über Motivtorten und Cupcakes zu halten. Ein Bericht dazu folgt in den nächsten Wochen. Und auch dafür wollte ich ein paar schöne und aktuelle Ausstellungsstücke mitnehmen. 

Eine der Torten zeige ich euch heute. Bei dieser Torte wollte ich ganz schlicht arbeiten und mit nur ein paar Zuckerblumen und Beiwerk feine Akzente setzen. Ich glaube, das ist mir ganz gut gelungen. 


Zur Zeit sieht man sehr häufig Torten im Internet, welche schlicht gehalten sind und nur mittig ihre entscheidenden Akzente setzen. Mir gefällt diese Art sehr gut. 

Besonders gern mag ich zur Zeit auch diesen kühlen schlichten Stil mit den natürlichen Akzenten wie Ästen und Beeren. Kurz bevor der Winter sich von uns verabschiedet also noch eine kleine Hommage an ihn.


Unter dem weißen Callebaut-Fondant verstecken sich drei Dummies - wie üblich für Schautorten. Die drei Blüten habe ich aus Blütenpaste hergestellt und Ihnen Leben mit Puderfarbe von Sugarflair eingehaucht.


Auch die Beeren bestehen aus Blütenpaste. Die Äste sind aus Blütendraht und Floristenband gefertigt.

Ein sehr schlichtes Törtchen also. Für mich hat es trotzdem Charme und ich könnte mir diese Art auch sehr gut als Hochzeitstorte vorstellen. 

Euch nun eine schöne Restwoche und die zweite Schautorte zeige ich euch bald.


Eure Jessi!

Sonntag, 18. Januar 2015

Vintage durch und durch

Vintage ... was ist das denn eigentlich? Wieso sagt man nicht, altes Zeug schön aufgehübscht und kitschig ohne Ende? Tja, das wäre dann doch zuviel des Guten und würde das Thema Vintage auch nicht gebührend ehren. Denn dieser romantische Stil, der Blumen und Spitze sowie feine pastellige Akzente setzt, kann durchaus bestechend wirken und einen mitreißen.

Trotzdem ist dieser Stil auf jeden Fall Geschmackssache und auch ich bin nicht für alles zu haben, was unter der großen Überschrift Vintage steht.


Für die Geburtstagsfeier meiner Oma jedoch passte keine Torte besser als die im Vintage-Stil. Pastellfarben, Blumen aus Oblatenpapier - wie ganz feines Porzellan - und natürlich Spitze über Spitze.

Dazu müsst ihr wissen, dass zum Kaffee immer die schönen alten Sammeltassen aufgefahren werden. Ich würde so keine Kaffeetafel schmücken, aber bei meiner Oma liebe ich das. Obwohl kein Gedeck dem anderen gleicht, so wirkt alles doch harmonisch und einladend. 


Für diese essbare goldfarbene Spitze habe ich übrigens das erste Mal mit CakeLace gearbeitet und mich in dieses Zeug verliebt. Es ist so leicht zu handhaben. Die Metallicfarben sind sogar schon angemischt. Man muss also nur das Eimerchen aufmachen, Paste auf die entsprechende Silikon-Matte (ich hatte diese hier) und nach Packungsanleitung ab in den Ofen. Sogar zum Schreiben könnte man die Masse nutzen. Sehr toll! Und was ich am besten daran finde: Die Zuckerspitze ist superbeweglich. Natürlich - es ist Spitze, also ist sie auch sehr fein und empfindlich. Doch spröde und brüchig wie andere Masse zählen nicht zu ihren Eigenschaften und das ist für mich ein echter Gewinn. Nach einigen Tests hatte ich auch die Verfahrensweise für optimale Ergebnisse raus.

Gut, in der Anschaffung ist CakeLace nicht ganz so günstig - insbesondere haben einige Silikon-Matten wirklich stolze Preise. Man sollte sich also gut überlegen, wie oft man diese Produkte benötigt und ob es sich rechnet. Ich nutze die Spitze öfter, z. B. auch in meinen Seminaren, daher lohnt sich für mich auch eine solche Investition.

Meine Oma hat sich natürlich wieder sehr gefreut. Hatte sie im letzten Jahr doch eine ganz andere Torte zu Ihrem Geburtstag bekommen (hier könnt ihr die Torte aus dem letzten Jahr sehen).

Auch die Blumen auf der Torte haben ihr gut gefallen. Diese sind aus Oblatenpapier (Waferpaper) gefertigt. Diese Art der Blumen macht mir riesig Spaß - es ist etwas ganz anderes, als mit Blütenpaste zu arbeiten. Zwar sind hier der Blumenart ein paar Grenzen gesetzt, aber das macht nichts. Insbesondere für etwas andere Torten werde ich sie weiterhin verwenden - auch wenn ich für mehr Vielfalt erst einmal ein wenig üben muss :)


Euch nun noch einen schönen Sonntag und bis ganz bald mal wieder.

Eure Jessi!

Sonntag, 21. Dezember 2014

" Vom Himmel hoch, da komm ich her ...

... 

Ich bring’ euch gute neue Mär,
Der guten Mär bring ich so viel,
Davon ich singn und sagen will.

Euch ist ein Kindlein heut’ geborn
Von einer Jungfrau auserkorn,
Ein Kindelein, so zart und fein,
Das soll eu’r Freud und Wonne sein."

(Auszug aus dem Weihnachtslied von Martin Luther)


Ein kleines Engelchen sollte es sein, welches die Kaffeetafel meiner kleinen Nichte zu ihrer Taufe vor einigen Wochen schmücken sollte. Passend zu ihrem Taufspruch begleitete das Thema Schutzengel die gesamte Taufe, was auch mir als Patentante sehr gefiel. 

Ein Schutzengel für ein kleines Kind ... das wünscht man doch jedem neuen Erdenbürger. Der meiner Nichte bekam nun ein Gesicht aus Zucker - eine schöne Ehre für mich.


Die Figur habe ich bewusst im Comic-Stil gehalten, um den kindlichen Charakter beizubehalten. Modelliert habe ich mit SweetArt-Fondant, welchen ich für Modellierfondant mit CMC verknetete. Als Gegensatz zum Comic-Stil der Figur steht das filigrane Stoffmuster der Torte darunter, welches ich auch mit Bedacht ausgewählt habe. Fein und zart - wie ein kleines Baby eben.


Gewünscht war übrigens eine Füllung mit Erdbeeren und Oreo-Keksen. Hierfür habe ich meine Raffaelo-Mango-Füllung etwas abgeändert. Ich habe anstatt der Raffaelos nämlich Oreo-Kekse eingesetzt und auch frische Erdbeeren verwendet.


Für die bevorstehenden Feiertage wünsche ich euch besinnliche Tage und hoffe, euer Schutzengel kann sich in dieser Zeit zurücklehnen.

 Genießt die Zeit mit Familie, Freunden und lieben Menschen mit besinnlichen und wunderbaren Momenten.

Rutscht gut und vor allem gesund in das neue Jahr, sodass wir uns frisch und munter bald wieder lesen!

*** Eure Jessi! ***

Mittwoch, 13. August 2014

MX-Törtchen zum nächsten 30-er

Hallo ihr Lieben, heute ist es mal wieder soweit. Taaadaaa .... hier kommt das nächste Törtchen zu einem 30. Geburtstag (wahrscheinlich stelle ich dieses Jahr noch einen Rekord auf ;) ). 

Tja und wie jedes Geburtstagstörtchen war auch dieses wieder speziell auf seinen Empfänger abgestimmt. 


Viele Freizeitwochenenden habe ich die letzten Jahre unter anderem auch auf Motocross-Strecken verbracht. Einerseits wg. dem echt spannenden Sport und andererseits weil ich dort so einige liebe Freunde habe. Mittlerweile sind die Rennwochenenden direkt vor Ort für mich zurückgegangen - die Freunde sind natürlich geblieben. Na ja und Freunde haben ja auch einmal im Jahr Geburtstag - einmal im Leben auch einen 30sten.



Das Geburtstagskind fährt selbst eine KTM und das Thema sowie die Farbe lag natürlich somit nahe. 

Ich wollte kein 3-D-Motorrad auf´s Törtchen basteln. Vielmehr entschied ich mich für eine Illustration auf Blütenpaste. Gezeichnet habe ich mit einem schwarzen Lebensmittelstift nach einer Vorlage aus dem Netz. Den Motocrossfahrer habe ich dann noch die Nr. 30 (wg. dem runden Geburtstag) verpasst und ca. eine Woche gut durchtrocknen lassen, damit dieser vorn an die Torte geheftet werden konnte.



Motocross ist ja nicht nur Motorrad fahren, sondern manchmal auch eine echte Schweinerei. Auch das wollte ich auf dem Törtchen nachstellen. Dafür eignen sich besonders gut Kuchenkrümel und Zartbitterganache  und man kann so schön rumsauen (das ist ja sonst die Todsünde für die saubere Verarbeitung von Torten).

Gefüllt war das Törtchen übrigens mit diesem Schokoladenkuchen und einer Zartbitterganache (200 g  Zartbitterschokolade, 200 ml Schlagsahne). Das Geburtstagskind ist ein echter Schokifan und daher fiel die Wahl der Füllung nicht schwer.


Euch wünsche ich nun erst einmal wieder eine wunderbare Woche und freue mich, euch bald wieder hier zu begrüßen.

Eure Jessi!
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