Mittwoch, 7. August 2013

Kleine Abkühlung gefällig? Pingus, eine Liebes-Story und richtig viel Erdbeer und Oreo

Was für eine Hitze die letzten Tage hier durchs Land fegt, brauche ich ja eigentlich keinem mehr erzählen. Da kann doch eine kleine Abkühlung in diesem wunderbaren Sommer eigentlich nicht schaden, oder?

Meine kleine Abkühlung für euch kommt heute nicht in Form einer Limo für jeden oder einer Packung Crushed Ice, was bei euch wohl eh nur als kleine Pfütze ankommen würde. Neeeeiin ... heute gibt es richtig "coole" Bilder und ich hoffe, ihr habt gerade jetzt ein bisschen auf mentalen Frost gewartet!

Zum einjährigen Hochzeitstag wollte ein lieber Freund seiner Frau ein ganz besonderes und natürlich süßes Geschenk machen. Wenn einem so eine liebe "Herz-zerreiß-und-ach-wie-wunderbar-Bitte" für ein paar klitzekleine Cupcakes ereilt ... ja liebe Damen(und Herren-)welt ... da schmilzt man doch glatt weg und kann sowas in keinstem Fall abschlagen. Ich konnte es auf jeden Fall nicht. Da ich sowieso Cupcakes für den Geburtstag von Herrn S. in Arbeit hatte, konnte ich das gleich super verbinden.


Wie ihr seht, sind die Cupcakes mit kleinen Pinguinen dekoriert. Das kam nämlich nicht von ungefähr ... ganz und gar nicht. Wie ich erfuhr, wollten die Beiden eigentlich schon Pinguine auf Ihrer Hochzeitstorte im letzten Jahr haben ... daraus ist dann doch nichts geworden. Pinguine sollten es deshalb sein, weil diese niedlichen Tierchen als Paar ein Leben lang treu zusammen bleiben, haben sie sich erst einmal gefunden. Genau aus diesem Grund sind es ihre Lieblingstiere. Eine sehr schöne Story, die natürlich zum 1. Hochzeitstag aufgegriffen werden musste.



Ganz vorn seht ihr den kleinsten Pingu der Drei. Dieses Jahr haben die beiden nämlich den kleinen Ben  bekommen und sind nun stolze Eltern eines wirklich so süßen kleinen Mannes! Somit hatte ich mich entschlossen, eine kleine Pingu-Familie aus Blütenpaste zu modellieren. Das habe ich natürlich schon einige Tage vorher gemacht, damit die Figuren schön aushärten können. 


Unter den modellierten Auflegern stecken Erdbeer-Oreo-Cupcakes mit einem Frischkäsefrosting, welches ich mit eisblauer Lebensmittelfarbe eingefärbt habe. Bestimmt wollt ihr auch wissen, was sich im Rezept alles so verbirgt, oder? Na dann, aufgepasst und los gehts:

Erdbeer-Oreo-Cupcakes
(Rezept für 12 Stück)

Zutaten Cupcakes:

240 g Mehl
2 TL Backpulver
230 g Zucker
1 Pck Vanillezucker
80 g weiche Butter
1 Prise Salz
2 Eier
240 ml Vollmilch
12 Oreo-Kekse
100 g Erdbeeren




Zubereitung:

Ein Muffinblech vorbereiten, indem ihr es mit Papierförmchen auslegt. Auch könnt ihr bereits den Ofen auf 190 Grad Ober-/Unterhitze oder 170 Grad Umluft vorheizen.
Die Erdbeeren waschen, in kleine Stücke schneiden und vorerst zur Seite stellen. Anschließend die Butter mit dem Zucker und Vanillezucker schön schaumig schlagen. Danach das Mehl mit dem Backpulver und dem Salz zugeben und unterrühren. Die Eier mit der Milch verrühren, in drei Etappen zu der Masse geben und jeweils unterrühren. Nach der letzten Zugabe der Eiermilch alles zu einem glatten Teig verrühren, welcher ein wenig flüssig ist.

Anschließend die Hälfte des Teiges auf die Mulden des Muffinblechs aufteilen, die Oreo-Kekse einmal teilen, mit den Erdbeeren in die Mitte geben und abschließend in jede Mulde noch einmal Teig geben.

Die Cupcakes auf mittlerer Schiene für ca. 20 - 25 Minuten backen. Sobald an einem Holzstäbchen kein Teig mehr klebt, sind sie bereit, aus dem Ofen genommen zu werden (Stäbchenprobe). Die Cupcakes kurz abkühlen und auf einem Kuchengitter gründlich auskühlen lassen, bis sie weiter verarbeitet werden können.

Zutaten Frosting:

300 g weiche Butter
300 g Frischkäse
200 g Puderzucker
etwas blaue Pastenfarber

Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben.

Zubereitung Frosting:

Die Butter mit dem Handrührgerät cremig aufschlagen und dann den Frischkäse hinzugeben. Beides noch einmal ca. 2 Minuten mit dem Rührgerät schön cremig und locker aufschlagen. Danach den Puderzucker und die Lebensmittelfarbe hinzugeben und noch einmal aufschlagen, sodass sich eine schöne Crème ergibt.

Das Frosting in eine Spritztüte mit großer Lochtülle geben und auf die Cupcakes spritzen. Diese nun erst einmal für ca. eine Stunde kühlen, bevor die Cupcake-Topper mit geschmolzener und abgekühlter Zartbitterschokolade aufgesetzt werden.

Wie mir die zwei noch am Hochzeitstag berichteten, sind die Überraschung und die Cupcakes super angekommen. Euch beiden wünsche ich daher an dieser Stelle ein weiteres zauberhaftes und vor allem süßes zweites Ehejahr und wunderbare Zeiten mit eurem kleinen Ben!


Für den Geburtstagskaffee von Herrn S. hatte ich die selben Cupcakes in einer Hi-Hat-Art verwendet. "Hi-Hat" heißt im deutschen so etwas wie "hoher Hut". Ich habe hier jedoch nur eine Art gemacht, da das originale Frosting nach einem anderen Rezept, mit aufgeschlagenem Eiweißfrosting, hergestellt wird. Aber man muss sich ja nicht immer an das Rezept halten und lecker waren sie auf jeden Fall. So könnt auch ihr sie testen:

Ihr backt die Cupcakes und stellt auch das selbe Frosting nach oben genanntem Rezept her, lasst bloß die blaue Lebensmittelfarbe weg. Dann benötigt ihr ca. 250 g Zartbitterkuvertüre, die ihr zum Schmelzen bringt. Die Kuvertüre noch abkühlen lassen und in ein hohes Gefäß geben, sodass ihr die mit Frosting verzierten und bereits ca. 2 Stunden gekühlten Cupcakes hineintauchen, kurz abschütteln und wieder wunderbar verziert herausnehmen könnt. Wer noch ein paar Eyecatcher mag, kann noch mit Zuckerherzen, -perlen o. Ä. verzieren.


Besonders toll fanden wir die knackige Haube, unter der sich ein fluffiges Frosting und fruchtiger Teig verbarg. Daher hat es sich auf jeden Fall gelohnt, auch einmal vom Ursprungsrezept abzuweichen!

Eure Jessi!



Donnerstag, 1. August 2013

Zusammen genießen - die nächste Küchensause ging durchs Land

Italien im Spätsommer, heißer Wind weht dir um die Nase, es riecht nach Oliven, Kräutern und .... nach Mama`s Pasta ... ein großer Tisch, viele freudige Menschen, Kerzen leuchten, Blumenkränze und alte Öllampen sorgen für ein Wohlbefinden ohnes Gleichen. Wenn das nicht 

"ZUSAMMEN SCHMECKT´S BESSER!"

 ist, was sonst?


Es war endlich mal wieder soweit - die drei Mädels von Post aus meiner Küche veranstalteten mal wieder eine richtig tolle Küchentauschrunde und gaben allen Teilnehmern wieder die Möglichkeit, andere Küchenfeen zu beglücken. Dieses Mal war die Tauschrunde etwas ganz Besonderes, denn mit im Boot war dieses Mal Coca Cola.

Und wie sollte es anders sein, dass ich mich bei diesem zauberhaften Thema für die Glücklichmacher unter den Schlemmereien - Nudeln - entscheide. Schließlich haben uns bereits echte Fernsehgrößen wie Susi und Strolch gezeigt, wie glücklich Nudeln machen können, wenn man sie zusammen genießt.


Es war nicht das erste Mal, dass ich selbst Nudeln gemacht habe. Allerdings komme ich definitiv viel zu selten dazu, mir diese Mühe zu machen - dabei ist es eigentlich gar nicht so aufwendig. Allerdings habe ich bisher immer meine Nudeln mit Mehl zubereitet und auch nicht getrocknet. Dieses Mal habe ich Hartweizengrieß verwendet und auch die Nudeln über Nacht trocknen lassen.

Meine kleine Nudelmaschine wurde also aus ihrer Ecke gekramt und schon konnte es los gehen. Das Rezept gibt es nun hier für euch:

Tagliatelle

Zutaten:
350 g gemahlener Hartweizengrieß
3 Eigelb
2 kleine Eier (Vollei)
4 EL Olivenöl
eine Prise Salz
ein wenig rote Pastenfarbe

Zubereitung:
Den Grieß mit dem Salz vermengen und anschließend die Eigelb sowie die Eier nach und nach mit dem Handmixer grümelig kneten. Anschließend das Olivenöl  und die Pastenfarbe hinzugeben. Nun heißt es erst einmal kneten, kneten, kneten und das per Hand. Der Teig sollte nicht mehr rissig sein, sondern schön elastisch und glatt. Ist der Teig fertig geknetet, muss er für mindestens zwei Stunden bei Raumtemperatur ruhen (ggf. in Frischhaltefolie eingepackt).

Nach dem Ruhen den Nudelteig ausrollen - entweder mit der Teigrolle oder einer Nudelmaschine. Wenn ihr eine Nudelmaschine habt und Aufsätze für unterschiedliche Nudelarten habt, könnt ihr einfach den für die Tagliatelle nutzen. Solltet ihr keine Maschine haben, einfach mit einem Messer oder einem Teigrad schmale Streifen schneiden.


Zum Trocknen habe ich sowohl kleine Nester geformt und auf ein bemehltes Küchentuch gelegt als auch die Tagliatelle auf Holzstangen (gibt es im Baumarkt) aufgehängt. Die Stangen dafür einfach über zwei gleich hohe Gläser legen und schon ist die Aufhängevorrichtung fertig. Die Nudeln habe ich 24 Stunden getrocknet, dann waren sie bereit zum Verpacken.


Zu den Nudeln gab es noch eingelegten Minz-ThymianKnoblauch sowie Minzpesto. Den Knoblauch habe ich erst vor einem Monat im Garten geerntet und bis jetzt schön getrocknet. Die Minze und der Thymian wächst direkt vor meiner Haustür - hach, Sommer ist toll!

Für ein kleines Gläschen eingelegten Minz-Thymian-Knoblauch benötigt ihr folgende

Zutaten:
1 große Knoblauchknolle (am besten den lilafarbenen)
3 kleine Stängel feine Minze
5 kleine Stängel Zitronenthymian
100 ml Olivenöl + ggf. mehr zum Glas-Auffüllen

Zubereitung:
Die 100 ml Olivenöl mit dem gewaschenen und abgetrockneten Thymian erwärmen. Den Knoblauch hinzugeben und ca. 15 - 25 min im warmen Öl auf niedriger Stufe durchziehen lassen (nicht kochen). Die Minze waschen und trocken tupfen. Anschließend zuerst den Knoblauch, dann Thymian und Minze ins Glas füllen und mit dem heißen Öl bis zum Rand auffüllen. Das Glas fest verschließen und vor Verzehr 3 - 4 Tage durchziehen lassen. 
Der Knoblauch eignet sich für Antipasti, leckere Tomatensoße, Salate und vielem mehr.

Für 3 kleine Gläschen Minz-Pesto benötigt ihr folgende 

Zutaten:
zwei Bund Minze
2 Knoblauchzehen
75 g Pinienkerne
75 g - 100 g Parmesan, je nach Geschmack
ca. 150 ml Olivenöl

Zubereitung:
Die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne rösten, beiseite stellen und abkühlen lassen. Die Minze mit den Knoblauchzehen, Pinienkernen und der Hälfte des Olivenöls in einen Mixer geben und immer wieder kurz hintereinander mixen, sodass sich alles gut vermengt. Den Parmesan fein reiben und mit der restlichen Hälfte des Öls (ggf. auch etwas mehr hinzugeben, je nach Geschmack und Vorliebe) unterrühren. In heiß ausgespülte Gläschen geben und gut verschließen.

Auf den Weg hat sich mein kleines Päckchen dieses Mal nach Zwickau zu der lieben Yvonne gemacht. Auch sie hat sich viel Mühe mit einem wunderbaren Paket gegeben, tolle Gugl und Scones gebacken, Marmelade gekocht und Eierlikör zusammengebraut ... alles sehr lecker. Und als kleines Schmankerl habe ich sogar einen ganz tollen Kaffee bekommen, den ihr Mann in dem eigenen Geschäft selbst röstet. Auch ich durfte also richtig schlemmen und habe eine ganz liebe Tauschpartnerin kennengelernt. Ein kleiner Blick auf die Seite und auf den Blog lohnt sich also, klickt doch mal hier!


Und wenn ihr wissen wollt, was noch alles so zusammengebraut wurde, schaut doch einfach mal auf dem Pinterest-Board von Post aus meiner Küche vorbei - klick hier!

Alle meine Küchensausenbeiträge könnt ihr hier finden:


Das Stück vom leckeren Glück habe ich in dieser Tauschrunde auf jeden Fall gefunden und freue mich schon auf die nächste Sause!

Euch wünsche ich nun erst einmal ein wunderbares Sommerwochenende und vielleicht lasst ihr es euch auch mit Familie und Freunden schmecken - denn alleine schmeckt doch die beste Leckerei nicht!

Eure Jessi!


Sonntag, 7. Juli 2013

Noch mal Frühling im Kopf ....

Heute möchte ich euch ein weiteres Törtchen zeigen. Dieses entstand noch zur reinsten Frühlingszeit - nämlich Anfang Mai dieses Jahres. Das Geburtstagskind feierte ihren 60. Geburtstag. Für einen solchen Geburtstag waren ein paar wenige Frühlingsblümchen und ein stilvolles, aber dezentes Törtchen wie gemacht.



Da ich mich schon seit einiger Zeit an Ranunkeln wagen wollte, war dieser Anlass also perfekt dafür. Die Ranunkel ist wieder aus Blütenpaste hergestellt. Als Basis habe ich jedoch einen Styropor-Blumenkegel benutzt und dann gefühlt 1000e Blätter angefügt. Natürlich waren es nicht ganz 1000, aber wirklich viele und ich muss zugeben, nach den ersten Innenblättern habe ich aufgehöhrt zu zählen. Vielleicht war das aber auch gut so, denn ich habe einfach geschaut, ob es gut aussieht. Meist hole ich mir das Original aus unserem schönen Blumengarten und nehme es als Anschauungsstück. Da wir aber nun mal nicht alle Blumen vorrätig haben (verwunderlich, ich weiß ;o) ), schaue ich mir die Blumen im Netz beim Modellieren an. 

Als Ausstecher für die Blätter habe ich meine Rosenblätterausstecher genutzt und auch den dazugehörigen Veiner, mit dem ich die Blattstruktur eingeprägt habe. Innen habe ich mit weißen Blättern begonnen. Die weiteren Blätter habe ich bereits eingefärbt. Abschließend habe ich die Mitte grün mit Puderfarbe abgepudert und nach dem Trocknen (ca. 2 Tage) über Wasserdampf die Farbe fixiert.


Für die Traubenhyazinten habe ich einen Kegel geformt, darauf viele kleine Kügelchen geklebt und alles mit Puderfarbe abgepudert. Beim nächsten Mal werde ich Sie aber etwas filigraner machen.

Das Blattwerk gehört eigentlich zum Set der Pfingstrose. Da aber die Blätter von Ranunkeln so ähnlich sind, passen Sie meiner Meinung auch dazu.


Bei dieser Torte habe ich auch das erste Mal mit "Magic Decor" gearbeitet. Mittlerweile fast schon wieder ein alter Hut in der Törtchenszene, fast aber nur. Ich finde es eine sehr schöne Sache! Man benötigt aber ein wenig Material - auf jeden Fall: Eine Matte mit dem Dekor und auch das Pulver zum Anrühren. Man rührt also die Masse an, streicht sie sorgfältig auf die Dekormatte. Anschließend wird es für kurze Zeit in den Ofen geschoben und kann danach ganz einfach abgezogen werden. Zur Erklärung schaut euch doch einfach mal diesen Clip auf Youtube an oder fragt Mr. Google nach "Magic Decor".


Gefüllt war das kleine mintgrüne Törtchen mit einer einwöchig gereiften und somit sauleckeren Sachertorte (zum Rezept gehts hier lang).


Eure Jessi!

Sonntag, 9. Juni 2013

Anleitung kleiner Drache "Lindwurm"

In diesen Tagen räume ich ein wenig in meinem mittlerweile betrachtlich gefülltem Bilderspeicher auf. Dabei ist mir mal wieder der kleine Drache von der Fußballaufstiegstorte (hier schnell noch mal erinnern) in die Hände gekommen. Damals hatte ich extra Bilder für ein kleines Tutorial gemacht. Bisher bin ich aber noch gar nicht dazu gekommen, euch dieses zusammen zu stellen und eine kurze Beschreibung zu verfassen. Nun .... heute ist es soweit.

Ihr benötigt:

*400 g Modellierfondant (50 % Fondant, 50 % Blütenpaste)
*Pastenfarbe Spruce Green, Party Green, Black und Red von Sugarflair (natürlich gehen auch andere Marken) - zwei bis drei Zahnstocherspitzen - je nach gewünschter Farbintensität
*Zuckerkleber
*Holzschaschlikspieß, Zahnstocher
*PME Veining Tool
*Pinsel
*Messer
*Rolling Pin
*Frischhaltefolie oder ZippBeutel zum Aufbewahren
*mind. 1 Woche Zeit zum Trocknen der Zuckerfigur


1. 300 g Modellierfondant mit grün einfärben (Seid kreativ und probiert die Mischung Spruce Green und Party Green einfach aus, bis euch die Farbe gefällt.). Für den Rumpf ein Drittel der Masse zu einer runden Kugel rollen und dabei darauf achten, dass keine Falten mehr darin sind (das dauert ein wenig, also nicht aufgeben).

2. und 3. Diese Kugel nun konisch rollen und den Holzschaschlikspieß so zurechtschneiden, dass 2/3 in der Masse stecken und 1/3 herausschaut.


4. Ein weiteres Drittel des grünen Modellierfondants erst hälfteln und dann die eine Hälfte noch einmal hälftig teilen. Wir gehen hier nach Betty`s 1-2-3-Methode vor - für Figuren immer sehr schön zu handhaben. Diese beiden Hälften werden die Beine des kleinen Drachens. Den Rest wieder luftdicht verpacken und vorerst zur Seite legen.

5. Beide Beine erst wieder zu einer Kugel rollen (ohne Falten) und anschließend konisch rollen.

6. In der Hälfte jeweils das Bein um ca. 90 Grad knicken und den oberen Teil mit den Fingern flach formen, sodass ein linker und ein rechter Schenkel entsteht.


7. Nun an die Innenseite des Schenkels mit dem Pinsel Zuckerkleber leicht auftragen und das jeweilige Bein anbringen. 

8. Mit dem Messer noch die Zehen schneiden.

9. Für die Arme nun die übrige Hälfte der Masse, welche wir für bereits zur Seite gelegt haben, noch einmal teilen. Einen Teil wieder verpackt zur Seite legen. 


10. Aus der anderen Hälfte entstehen die Vorderläufe des Drachens.

11. Den jeweiligen Arm erst wieder zu einer faltenfreien Kugel, dann zu einem Strang rollen. Den vorderen Bereich mit den Fingern flach drücken und mit dem Messer Finger schneiden. Die Form von Fingern und Zehen mit dem Veining Tool noch bearbeiten, sodass alle gleichmäßig sind.

12. Mit dem Veining Tool Querstreifen auf dem Rumpf zeichnen, damit unser Drache wie ein Reptil aussieht. Wer möchte gibt ihm auch ein kleines Bauchknöpfchen. Das ist zwar nicht naturgerecht, aber sehr niedlich.


13. Der vorgefertigte Rumpf muss nun erst einmal 24 Stunden trocknen, damit dieser wg. der Last des Kopfes nicht zusammensackt. Am besten geht dies auf Backpapier.

14. Sobald die Trockenzeit vorüber ist, geht es an den Kopf. Wir haben noch ein ganzes Drittel sowie einen Rest von den Hinter- und Vorderläufen. Das ganze Drittel Modellierfondant zu einer faltenfreien Kugel rollen und dann konisch formen. Nun mit den Fingern die Wangen und die Augenhöhlen leicht ausformen. Die Nasenlöcher zuerst mit dem Veining Tool vorarbeiten, mit dem Pinselstiel vergrößern und abschließend mit dem Veining Tool nachbearbeiten. Den Mund mit dem Veining Tool vorzeichnen und die Öffnung wie die Nasenlöcher ausarbeiten.

15. Zuckerkleber an Holzspieß und ein wenig auf den Rumpf (dort, wo der Kopf dann sitzt) geben. Dann den Kopf aufsetzen und zum Trocknen mit Küchenkrepp stützen.


16. Aus dem restlichen grünen Modellierfondant (hebt noch einen winzigen Rest für die Augen auf, ca. 1 cm große Kugel) Ohren und Schwanz formen. 90 g Modellierfondant mit Red einfärben. Ein wenig davon ganz dünn ausrollen, etwas kleiner als die Ohren in der selben Form mit dem Messer zuschneiden und mit Zuckerkleber in die Mitte auf die grünen Ohren kleben.

17. Schwanz und Ohren (ggf. mit innenliegenden halben Zahnstochern oder Spaghettis) ankleben.

18. Den Schwanz mit dem Veining Tool mit Querstreifen versehen und aus dem roten Modellierfondant Stacheln für den Schwanz fertigen.


19. Für die Augen ein wenig Modellierfondant schwarz einfärben. Aus dem Rest zwei gleich große Kullern für die Augen formen. Diese mit Zuckerkleber an der entsprechenden Stelle anbringen. Die kleine grüne Modellierfondantkugel ausrollen und zu einem langen Rechteck schneiden, welches ihr über den zwei weißen Kugeln anbringt und mit Zuckerkleber fixiert.

20. Aus dem schwarzen Fondant Pupillen und Augenbrauen formen und je nach gewünschtem Augenausdruck mit Zuckerkleber - es geht evtl. auch ohne - aufbringen.

21. Nun fehlen noch die Flügel. Dafür zwei runde Kugeln aus dem restlichen roten Modellierfondant (wer mag, nimmt gern auch weniger) formen - faltenfrei versteht sich ;o) - und dann die Flügel wie auf dem Bild abgebildet formen. Zur Hilfe könnt ihr hier wieder das Pinselende nehmen und dieses zum Kerbenformen verwenden.


22. Brecht zwei Zahnstocher je in der Mitte durch und steckt jeweils zwei Hälften in die Seite der Flügel, welche in den Körper des Drachen kommt. Dann streicht ihr diese Seite mit Zuckerkleber ein und steckt die Flügel in den Drachen. Wer keine Zahnstocher nehmen möchte, kann für solche Sachen auch Spaghettistückchen (ungekocht ;o) ) nehmen.  Jetzt müsst ihr alles noch gut stützen, damit es in Ruhe austrocknen kann. Rechnet dafür ca. eine Woche bei trockener und nicht zu warmer Raumtemperatur ein.

23. Yeeeah, geschafft! Den kleinen Drachen modellierte ich als erste Figur. Ein paar kleine Details könnten daher noch etwas genauer sein. Achtet in jedem Fall darauf, dass ihr möglichst faltenfrei modelliert, denn nach dem Trocknen sieht man Risse, die vorher kaum auffielen, sehr deutlich. 
Für den kleinen Vogel könnt ihr euch mal selbst kreativ austoben ... schwer ist er aber ganz und gar nicht.

In Zukunft möchte ich euch gern ein paar mehr Anleitungen/Tutorials zeigen. Vielleicht auch mal ein paar Blumen? Was sagt ihr?

Eure Jessi!

Montag, 3. Juni 2013

Da wird doch der Hahn in der Pfanne verrückt ....

... oder so ähnlich kann man dieses Wetter beschreiben.

Tatsächlich, ich melde mich mal wieder - in Gummistiefeln und mit fast sichtbaren Schwimmhäuten - zurück. Heute ist seit Langem mal wieder ein Tag ohne Regen - bis jetzt. Man könnte ja meinen, gerade an Regentagen sitzt man gemütlich vor dem kleinen PC und schreibt fleißig seine Posts. Oder noch besser: Rührt in der Küche so allerlei leckersüße Rezepte zu Herzchenbrechern zusammen. Tja, schön wäre es gewesen, war es aber nicht.

Ich melde mich also zurück aus einem sehr nassen Teil Deutschlands und auch unser Keller ist leider nicht trocken geblieben. Dank unserer Ortslage jedoch zum Glück nur der Keller. Vielen lieben Freunden rückte dieser nasse Frühling jedoch etwas mehr zu Leibe und verschlingt so einige lang und mit Liebe zusammengestellte Wohnungseinrichtungen, Balkonbepflanzungen oder Ähnliches. An dieser Stelle also sende ich vor allem Durchhaltegrüße an euch Lieben ... Besserung ist in Sicht, haltet durch!!!!

Aber nicht nur dieses unverschämte Wetter hat mich in den letzten Wochen beschäftigt, sondern neuer Haustierzuwachs und allerlei Törtchenmöglichkeiten, welche ich heute endlich einmal beginnen möchte, mit euch zu teilen.

Könnt ihr euch noch an meinen ersten Post von Coli`s Kitchen erinnern? Nein? Dann schaut doch mal hier. Im März 2012 hatte ich euch meine kleinen Frühlingsboten vorgestellt. Sie sollten auf die Geburtstagstorte für meinen Opa. Leider ist daraus nichts geworden und so schmücken Sie mein kleines Heim seit dieser Zeit und haben sich so eingelebt, dass sie nicht mehr ausziehen möchten. Auch in diesem Jahr hatte mein Opa natürlich Geburtstag und sollte endlich ein Törtchen von mir bekommen. 

Die Idee war schnell gefunden. Mein Opa hielt jahrelang Hühner und sorgte sich Tag und Nacht um deren Wohl. Daher sollte es im März ein Törtchen zu diesem Thema geben.


Da mein Opa ein echtes Süßmäulchen ist, gibt es jede Woche Kuchen (in Maßen versteht sich). Sehr gern mag er jedoch Marmorkuchen. Also fiel auch hier die Wahl recht leicht und ich habe gleichzeitig die Möglichkeit, euch mein allerliebstes Marmorkuchenrezept vorzustellen.

Das CakeBoard habe ich mit Fondant bezogen. Für den tollen Effekt nehme ich eine normale Nagelbürste, die ich mir extra dafür zugelegt habe. Einfach damit den Fondant bearbeiten und trocknen lassen - fertig.
Gebacken habe ich also erst einmal meinen Lieblingsmarmorkuchen, aufgeteilt in zwei 18er Springformen. Hier das Rezept dafür:

Lieblingsmarmorkuchen

Zutaten:

 400 g Mehl
1 Pck Backpulver
200 g Zucker
1 Pck Vanillezucker
1 Prise Salz
250 g weiche Butter
3 Eier
1/8 l Milch
1/8 l Eierlikör
5 EL Kakao

Zubereitung:

Die Butter mit den beiden Zuckern und dem Salz sehr schaumig schlagen. Anschließend die Eier einzeln hinzugeben und jedes Ei gut verrühren. Nun das mit Backpulver vermischte Mehl sowie Milch und Eierlikör abwechselnd unterheben bzw. auf kleinster Stufe kurz unterrühren, bis alles gut vermengt ist, jedoch nicht länger als nötig. Wer keinen Eierlikör im Kuchen möchte, lässt ihn einfach weg. Er macht den Kuchen jedoch extra saftig und kommt bei mir meist hinein. Nun 1/3 der Masse vom Teig entnehmen und den Kakao unterheben. 

Zum Backen die Form(en) fetten und Grieß oder aber Backpapier versehen (so lässt sich der Kuchen nach dem Auskühlen gut lösen). Als Erstes die helle Masse hineingeben, anschließend die dunkle Masse darauf geben. Nun mehrfach mit einer Gabel in den Teig fahren und beim Herausziehen die Gabel in sich drehen. So entsteht eine tolle Marmorierung. 

Den Kuchen bei 200 Grad Ober-/Unterhitze oder 180 Grad Umluft für 45 - 55 Minuten backen. Nach dem Backen die Stäbchenprobe (mit Rouladennadel in tiefste Stelle stechen, kein Teig bleibt kleben) machen, auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen und erst dann aus der Form lösen.


Als der Kuchen gebacken war, ging es also an die Restarbeit für die Torte. Den Kopf mit Hals sowie Flügel und Schwanz hatte ich bereits vorbereitet. Die Flügel habe ich jedoch kurz vorher gemacht, damit ich diese noch anpassen konnte.

Den Marmorkuchen hatte ich mir erst in mehrere Schichten geschnitten und dann so geschnitzt, dass ein runder Rumpf daraus entsteht. Verbunden wurden diese mit einer Zartbitterganache (200 g Zartbitterschokolade, 250 g Schlagsahne) und auch außen herum hatte ich die Kugel mit dieser Masse gleichmäßig eingestrichen. 


Nun hieß es nur noch mit Fondant eindecken und Kopf, Flügel sowie Schwanz anbringen. Eine runde Torte habe ich bisher noch nicht eingedeckt. Gerade im unteren Bereich sollte man Geduld haben und den Fondant immer wieder so lang streichen und ziehen, bis es keine Falte mehr gibt. Zum Üben wird es daher sicher noch ein paar runde Törtchen geben. 

Schnappschuss 
Das Geburtstagskind freute sich sehr über sein Törtchen und ich freue mich schon auf den nächsten Geburtstag.

Eure Jessi!

Sonntag, 28. April 2013

Endlich ist er da ... es gibt wieder Bärlauch in Hülle und Fülle!

Wie jedes Jahr habe ich diese Jahreszeit herbeigesehnt ... natürlich nicht wegen des in diesem Jahr endlich so tollen Wetters oder der ganzen Schnupfenviren. Nein ... wegen ihm, dem Bärlauch. Er gehört zu meinen Lieblingskräutern und ist in der Küche vielseitig einsetzbar. Außerdem ist er ein echter Kick für den Körper mit vielen gesunden Inhaltsstoffen.

Gern probiere ich etwas Neues aus, habe aber natürlich meine Lieblingsrezepte, die ich jedes Jahr mache.
Dazu gehört das Bärlauchpesto und die Bärlauchbutter.

Leckeres Bärlauchpesto für frühlingsfrische Nudelgerichte, Quiches oder Suppen
Für das Bärlauchpesto benötigt man folgende

Zutaten:
1 großes Bund frischen Bärlauch
100 g Pinienkerne
ca. 100 ml gutes Olivenöl
100 - 150 g frisch geriebenen Parmesan
2 TL Akazienhonig
etwas Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung:
Die Pinienkerne leicht rösten und abkühlen lassen. Den Bärlauch gründlich waschen, trocken tupfen und ganz fein im Mixer pürieren. Nun das Olivenöl abwechselnd mit den Pinienkernen und dem Parmesan zugeben und alles zu einer geschmeidigen Masse pürieren. Abschließend mit Honig und Salz abschmecken. Die Masse in heiß ausgespülte Twist-Off-Gläser füllen und kühl stellen. Im Kühlschrank hält sich das Pesto ca. 4 - 6 Wochen.

Für die Bärlauchbutter benötigt man folgende 

Zutaten:
1 Bund frischen Bärläuch
250 g sehr weiche Butter
1 - 2 TL Meersalz

Zubereitung:
Den Bärlauch gründlich waschen, trocken tupfen und mit der Kräuterrolle oder mit dem Messer klein hacken. Nun zu der weichen Butter geben und mit dem Meersalz abschmecken. Dann in eine Butterform oder ein kleines Schälchen füllen und abkühlen lassen. 

Die Bärlauchbutter kann auch super eingefroren werden, sodass man sie im Sommer zum Grillen wieder zum Steak auf den Tisch bringen kann.

Außerdem habe ich seit letztem Jahr ein neues Rezept: Bärlauch-Öl

Für eine 500 ml-Flasche benötigt man folgende 

Zutaten:
1 großes Bund frischen Bärlauch
1 kleine Knoblauchzehe
1 frische kleine Chilischote
500 ml gutes Olivenöl

Zubereitung:
Den Bärlauch gründlich waschen, trocken tupfen und grob hacken. Die Knoblauchzehe und die Chilischote (ohne Kerne) zerkleinern und alles zusammen mit dem Olivenöl für ca. 30 Minuten in einem Topf bei kleiner Hitze erwärmen (darf nicht kochen). Dann in ein heiß ausgespültes Schraubglas füllen, sofort verschließen und für 1 Woche ziehen lassen. Nach der Woche alles durch ein Sieb gießen und das reine Öl in die heiß ausgespülte Flasche abfüllen. 

Ich werde auf jeden Fall wieder einige Bärlauchleckerbissen auch verschenken. Da man Bärlauch nur in einer bestimmten Zeit bekommt, freut sich immer jede über diese kleine Aufmerksamkeit.
Wer sich jetzt fragt, wie er an Bärlauch kommt, den kann ich beruhigen: Ihr müsst nicht unbedingt in den Wald stiefeln. Zur Zeit hat jeder Wochenmarkt oder gar große Supermärkte Bärlauch im Angebot. Besonders frisch ist er natürlich aus dem Wald. Allerdings müsst ihr aufpassen, denn Bärlauch ähnelt den giftigen Maiglöckchen sehr. Nur der Knoblauchgeruch unterscheidet die Pflanzen für Nicht-Kräuter-Sammler. Daher: Wer sich nicht auskennt, kauft lieber auf dem Wochenmarkt. Beim Verkäufer eures Vertrauens bekommt ihr sicher auch super tolle Qualität, die nicht mit einer Vergiftung endet!

Es wäre doch zu schade, wenn ihr die tollen Rezepte nicht richtig genießen könnt!

In diesem Sinne wünsche ich euch eine schmackhafte Zeit bis zum nächsten Post,

eure Jessi!

Dienstag, 16. April 2013

Cake Cologne - Törtchen, Dom und Sonne

Wie so viele andere auch, habe ich vergangenes Wochenende alles zusammengepackt, Herrn S. geschnappt und mich auf den Weg zur ersten Cake Cologne gemacht. Während "Die Tortenshow" in Hamburg dieses Jahr ihr 5. Jahr feiern wird, war es in Köln eine Premiere. Die Cake Cologne wurde durch den Tortenshop Tolle Torten durchgeführt und von dem VDT (Verband Deutscher Tortenkunst) unterstützt. Diese Tortenmesse war ähnlich wie die Tortenshow ein Wettbewerb im Cake-Design, bei dem neben den Schautorten zu unterschiedlichen Kategorien und Klassen auch Vorführungen angesehen und geshoppt werden konnte.

Da es von unserem kleinen Heim bis nach Köln ein paar Kilometerchen (genauer gesagt so um die 410 km pro Strecke) zurück zu legen sind, haben wir also einen Wochenendurlaub geplant und uns schon einige Monate vorher ein nettes Hotel gebucht, damit wir uns nicht nur Törtchen & Co. sondern auch noch Köln ansehen können. Und nun war es das vergangene Wochenende endlich soweit. Meine erste Messe, mein erstes Mal Köln und mein erster Tortenwettbewerb. Ja, ihr habt richtig gelesen - ich habe am Wettbewerb teilgenommen. Auch wenn man immer mal ein Törtchen verschenkt, sich Beschenkte darüber freuen und die Gäste das ein oder andere Lob verteilen - klar, das macht mich froh und ich freue mich immer sehr über so liebe Worte und die Anerkennung für meine Arbeit! Dagegen habe ich mit Herrn S. auch einen Kritiker gefunden, was mir ebenfalls sehr wichtig ist. Allerdings ist Herr S. kein Konditor, Cake-Designer oder Ähnliches und kann daher nicht alles bewerten (was auch sehr gut ist ;o) ). Nur durch solch einen Wettbewerb kann man seine Schwächen und Stärken erfahren .... durch das Urteil einer Fachjury! Ja und genau das wollte ich mir abholen - ein Feedback.

Also meldete ich mich im Januar für die Kategorie "Hochzeitstorten" mit einem Schaustück an. Dann konnte es los gehen: Planen, zeichnen, verwerfen, neu zeichnen, grübeln, grübeln .... und so weiter bis es zur Umsetzung kam. Tja und diese Hochzeitstorte ist dann dabei entstanden:


Damit ihr einen groben Überblick zur Entstehung und so einigen Wochen, stundenlangen Feinarbeiten und zu kurzen Nächten erhaltet, habe ich euch mal eine kleine Collage erstellt (leider wirklich nur grob, da ich meist vergessen habe, Fotos zu machen):


Anmelden konnte man sich für diverse Kategorien:

- Show-Thema Köln
- Rollfondant
- Royal Icing
- 3-D-Kuchen-Skulptur
- Hochzeitstorte
- Zuckerfloristik
- Airbrusch
- Keks-Kunst
- Junioren

Dabei gab es für jede Kategorie strenge Anweisungen für die Umsetzung der Torten. Manchmal waren Dummies erlaubt (z. B. bei Hochzeitstorten). Außerdem gab es teilweise eine Unterscheidung zwischen Anfängern, Fortgeschrittenen und Master. 

Bewertet wurde durch eine ausgebildete Jury, welche jede Torte für sich nach den Vorgaben der British Sugarcraft Guild bewertet und dadurch ein professionelles Urteil abgibt. Gerade diese Standards zur Bewertung machten diese Tortenmesse gerade für mich als Teilnehmerin sehr interessant und auch wertvoll. 

Hochzeitstorte - frisch auf dem vorgesehen Platz gestellt und noch recht schlecht beleuchtet

Am Freitag waren wir dann mitten in der Nacht endlich angekommen. Seltsamerweise konnte ich auch gut schlafen (trotz sich schon bemerkbarmachender Aufregung), musste jedoch Samstag schon sehr früh aufstehen, damit ich kurz vor 08:00 Uhr mein Törtchen in die Wettbewerbshalle bringen, aufbauen bzw. noch einmal alles richten und auf seinen zugewiesenen Platz stellen konnte. Puuuuh, ich sag euch. Das war echt aufregend und ich war heilfroh, dass mein Törtchen nach über 450 km Fahrt heil und ohne Schäden auf seinem Platz stand. 

Bei einem kurzen Blick umher fielen schon so viele wunderbare Kunstwerke und freudige Cake-Designer auf. Es war eine spannende Stimmung, die wir aber sofort wieder verlassen mussten, da meine Arbeit nach dem Aufbau auf dem Wettbewerbstisch getan war und die Messe erst um 11 Uhr startete. 

Natürlich will ich euch nun erst einmal ohne große Worte einige Messehighlights zeigen:






Da ich beide Tage für einige Stunden auf der Messe war, konnte ich immer mal wieder durch die Reihen gehen, schauen und immer wieder neue Lieblingswerke entdecken. 

Auch neben den Törtchen war einiges zu sehen, zu entdecken und zu erleben. Man konnte bei einigen Ständen von Tolle Torten (Veranstalter, Shop für Tortendeko), der Zeitschrift Magie des Zuckers und anderen kleinen Ausstellen shoppen, kleine Vorführungen wie Zuckerziehen, Modellieren usw. ansehen oder auch Demonstrationen im Vorfeld zu einigen Themen buchen und daran teilnehmen (z. B. Betty`s 1-2-3-Methode mit Betty von Betty´s Sugardreams). Natürlich hatte man auch die Chance, Bettina Schliephake-Burchardt zu treffen und sich von Maisie Parrish etwas über Zuckerfiguren lernen zu lassen. Sie war beide Tage auf der Messe und eine ganz zauberhafte und liebe Person! Doch nicht nur solch tolle Persönlichkeiten traf ich, sondern auch einige Kolleginnen aus dem Tortentalk-Forum, was mich sehr freute.

Neben all diesen Erlebnissen war ich am Sonntag gespannt auf die Bewertungen der Jury. Diese hatten am Samstag alle Torten und Schaustücke genau geprüft und bewertet. Wenn eine Torte oder ein Schaustück ausgezeichnet/prämiert wurde, fand man dies Auszeichnung dann am Sonntag direkt vor der Torte. Als Teilnehmer bekam man an diesem Tag auch die Möglichkeit, mit der Jury seine Torte/sein Schaustück zu besprechen und ein Feedback zu erhalten. 

Als ich die Halle betrat und mir mein Törtchen von seinem Platz aus mit einem kleinen Schild entgegen strahlte, war die Freude schon groß. Ich hatte also zumindest eine Auszeichnung erhalten! Als ich näher kam, konnte ich es kaum glauben und musste tatsächlich zweimal hinsehen:

Ich habe GOLD bekommen ....!


Puuuh ... wow ... damit hatte ich echt nicht gerechnet und war ganz aufgeregt, als ich noch einmal kurz mit einer sehr netten Dame von der Jury ein paar Worte zur Bewertung wechselte. 

Herr S. war zu dieser Zeit noch auf Parkplatzsuche und als er angekommen war (nachdem ich ihn vorher natürlich schon telefonisch über meine Freude informierte ;o) ), genehmigten wir uns erst einmal zwei Cakepops (zur Feier des Tages).

Den restlichen Nachmittag verbrachte ich freudestrahlend und mit netten Gesprächen inmitten vieler tortenverliebter Besucher. Eine wunderbare Ehrung der prämierten Torten bildete einen schönen Abschluss der Cake Cologne - für mich ein ganz besonderer Augenblick. 
Fünf Goldmedaillen gab es in der Kategorie Hochzeitstorten

Die Jury sowie Marion Michel (Tolle Torten) in rot und Maisie Parrish mit weißer Schürze

Mein Fazit: Für mich war es ein wunderbares Wochenende auf der Cake Cologne. Ich habe zwar keine Vergleichsmöglichkeiten zu anderen Tortenmessen, kann aber sagen, dass man der Veranstaltung die Mühe und wohl überlegte Organisation angemerkt hat. Alle Mitwirkenden waren sehr freundlich und auch ich als Teilnehmerin habe mich sehr wohl gefühlt. Sicherlich gibt es einige Dinge, die man im nächsten Jahr verbessern kann. Mir ist z. B. aufgefallen, dass die Wettbewerbstische sehr wackelig standen, da hat man schon etwas Angst um das ein oder andere Törtchen. Sicherlich ist es auch wünschenswert, ein paar mehr Aussteller vorzufinden oder auch einmal ein Messeschnäppchen machen zu können. Doch die elementaren Punkte, die ich wichtig finde, waren für mich alle zu 100 Prozent erfüllt. Es gab wunderschöne und vielfältige Torten, eine professionelle Jury und wirklich aufmerksame und freundliche Mitarbeiter. Es macht sooooo viel Arbeit, solch eine Veranstaltung zu organisieren, bedeutet ein finanzielles Risiko und nur wer etwas tut, kann auch Erfahrungen sammeln. Alles perfekt macht doch keiner beim ersten Mal - egal in welcher Sache!


Ich freue mich also schon auf die zweite Cake Cologne und sage herzlichen Dank für ein wunderbares Wochenende!


Und weil es wichtig ist, auch demjenigen zu danken, der mich in den Wochen vor und zur Messe geduldig und konstant begleitet hat, möchte ich meinem liebsten Herrn S. für seine Ausdauer danken!

Ihr Lieben, das war jetzt wirklich ganz schön viel und ich hoffe, ihr habt es bis zu meinen Schlussworten durchgehalten. Große Ereignisse erfordern manchmal auch lange Posts. Beim nächsten Mal halte ich mich wieder kürzer. Bis dahin wünsche ich euch wunderhübsche Frühlingstage!

Eure Jessi!


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