Ihr Lieben, da bin ich wieder. In den letzten Wochen habe ich viele, viele Törtchen gebacken, über die sich Familie und Freunde freuen durften. Und das haben sie auch.
Heute möchte ich euch nun ein ganz besonderes Törtchen zeigen. Am vergangenen Wochenende waren wir zur Hochzeit von Freunden eingeladen. Ganz festlich wurde auf einer richtigen Märchenburg gefeiert. Neben stilechter Bewirtung, einem wunderschönen Brautpaar und tollem Wetter gab es natürlich auch eine Hochzeitstorte. Dafür habe ich gesorgt.
Die Brautleute hatten dafür schon lange vorher ganz bestimmte und genaue Vorstellungen. Grundsätzlich ist das eigentlich gut, auf der anderen Seite weiß man als Törtchenersteller immer nicht ganz genau, ob man die bereits im Kopf der Brautleute entstandenen Erwartungen auch wirklich erfüllen kann. Schließlich ist doch so ein Törtchen einer DER Höhepunkte auf jeder Hochzeit und natürlich ist es eine ganz besondere Ehre, wenn soviel Vertrauen in einen gesteckt wird.
Eine Topsy Turvy Torte sollte es werden - in rot mit hellen Rosen und Freesien. Hinter diesem Wunsch steckten so einige Herausforderungen. Die erste war die Tortenform. Eine Topsy Turvy Torte stand schon lang auf meinem Wunsch-Törtchen-Zettel. Bisher gab es einfach noch keinen geeigneten Anlass für eine solche große Torte. Nun war die Zeit gekommen und ich freute mich ebenso wie ich Respekt vor dieser statisch ausgeklügelten Torte hatte.
Die nächste Herausforderung waren die Freesien aus Blütenpaste. Nachdem ich mir aber so einige Bilder der Blumen angesehen und auch echte Freesien in Augenschein genommen hatte, fiel es mir dann doch nicht so schwer. Allerdings sind diese Blumen sehr empfindlich - schnell bricht bei den geöffneten Blüten ein Blatt ab. Es heißt also Vorsicht und ganz behutsam behandeln.
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| Ein Teil der Zuckerblumen transportbereit. |
Neben so einigen Zuckerblumen und Blättern hatte ich auch wieder einiges an Ausstattung dabei. Die Torte wurde nämlich von mir in drei Teilen zur Feierlocation gebracht und dann erst vor Ort zusammen gebaut. Durch die konische Form jeder einzelnen Etage hatte ich zu viel Angst, dass die Torte den Transport in zusammen gesetzter Form nicht übersteht. Bei so viel Arbeit für das Törtchen war es mir das Risiko nicht wert. Sicher ist sicher ...
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| Ein Teil meiner Ausrüstung - zwar nicht alles benötigt, aber lieber alles dabei. |
Jede Etage war mit einer Kapaplatte untermauert. Die untere und mittlere Etage habe ich vor dem Zusammenfallen mit je 4 Buchenholzstäben gestützt.
Damit alles gut hält, war die gesamte Torte noch mit einem langen Buchenholzstab durch alle drei Etagen gesichert. Gerade bei solch statisch schwierigen Törtchen sollte man so auf Nummer sicher gehen. So kann nichts verrutschen und alles kommt sicher auf den Tortentisch und bleibt auch in der Form, in der sie sein soll.
Gegen 22:45 Uhr war ich dann mit dem Aufbau fertig. Sobald ich ein Törtchen fertig gestellt habe, wird dieses natürlich erst einmal für das Blog (also für euch ;o) ) fotografiert, bevor es dann seinem eigentlichen Zweck nachgehen darf.
Heute dürft ihr mal ganz kurz backstage schauen ;o) ....
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| Herr S. ist ein super Lichtmann! |
Sooo ... nachdem das Törtchen schon vor meiner Linse stand, ging es auf die ganz große Bühne - zur Hochzeitsgesellschaft, welche schon ganz gespannt wartete.
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| Warten auf´s Törtchen |
Für den Törtchenauftritt gab es extra stimmungsvolles Licht, ein romantisches Liedchen und jede Menge Kinder mit tollen Wunderkerzen. Das nenne ich mal einen Auftritt!
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| Auftritt Törtchen - und schon vor lauter interessierter Hochzeitsgäste nicht mehr zu sehen. |
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| Das ist doch mal was - ein Brautpaar, dass sich selbst fotografiert! Das fand ich so cool! |
Das Törtchen fand sowohl bei dem begeisterten Brautpaar als auch bei den übrigen Gästen viele begeisterte Anhänger. Es wurde viel spekuliert, gestaunt und ich empfing so einige nette Worte. Besonders gefreut hat es mich natürlich, dass sich das Brautpaar so gefreut hat und ich nach dem Törtchenauftritt sofort eine warme Umarmung der Braut empfing. Wenn das mal nicht der schönste Lohn für so einige Stunden Arbeit war.
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| Törtchenanschnitt |
Liebe Anika, lieber Denis,
auch an dieser Stelle möchte ich euch noch einmal alles Liebe für eure gemeinsame Zukunft wünschen. Mögt ihr eine zuckersüße Ehe haben, in denen saure Zeiten nur die Abwechslung vom Alltag sind. Bleibt so wie ihr seid und genießt es, nun noch mehr beieinander gerückt zu sein. Habt noch einmal vielen Dank für eure Herzlichkeit und eine wunderschöne Hochzeit, an die ich mich gern zurück erinnere!
Gefüllt war die Torte im Übrigen wie folgt:
Rückblickend muss ich wirklich gestehen, dass mich diese Topsy Turvy manchmal echt herausgefordert hat. Die Masse und die besondere geschnitzte Form sind schon eine ganz besondere Herausforderung und ohne Disziplin in der Woche vor der Hochzeit hätte ich meinen straffen Zeitplan in keinem Fall geschafft. Für die Blumen habe ich bereits Wochen zuvor angefangen, da diese ebenfalls sehr zeitintensiv waren.
Trotzdem hat sich die ganze Mühe, der Stress und die Arbeit wirklich gelohnt. Das Törtchen war schön anzusehen und auch das Brautpaar hat sich sehr darüber gefreut. Somit kam auf der Heimfahrt dann auch ein wenig Stolz auf - auch wenn dieser sich schnell in Müdigkeit wandelte, denn die Tage zuvor gingen meist bis in die Nacht hinein.
Ich kann euch schon versprechen, dass ihr in der nächsten Zeit noch so einige tolle Törtchen zu sehen bekommt - wie gesagt, ich war echt fleißig. Bis dahin wünsche ich euch aber erst mal eine schöne Zeit und bis bald.
Eure Jessi!