Sonntag, 3. Juni 2012

Leckere Chocolate Snickers Cookies für jede Gelegenheit

Backen kann man für soooo viele Anlässe. Trotzdem gibt es irgendwie nie genug Anlässe, wie es spannende Rezepte gibt. Tja, aber wer sagt schon, dass man immer einen Anlass braucht, um etwas Besonderes zu zaubern?! Genau - niemand. Schließlich kann man kleine und große Leckereien auch einmal zwischendurch genießen und schon für den nächsten echten Anlass "üben" ;o)

Als ich letztens meine Zeitschrift "Lecker Bakery" durchblätterte, sprangen mir sofort Cookies in die Augen, an denen ich nicht vorbeischauen konnte. Und da war er wieder: Der Moment, aus dem ein "Nicht-Anlass" wird und es wieder ab geht in Coli`s Kitchen.

Die Chocolate Snickers Cookies hatten es mir auf den ersten Augenblick angetan und ich konnte schon den süßen Schokoladengeruch in der Nase vernehmen. Da das Rezept nicht wirklich umfangreich ist, waren die Zutaten schnell zusammen gesucht und schon konnte es los gehen.


Für 16 Stück der leckeren Cookies benötigt ihr folgende 

Zutaten:

150 g Zartbitterschokolade
200 g Snickers Riegel
125 g weiche Butter 
130 - 140 g Zucker 
(eigentlich gem. Rezept 175 g Zucker, finde ich aber zu viel)
1 Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei (Größe M)
200 g Mehl
1 TL Backpulver
1 - 2 EL Kakao


Zubereitung:

Die Schokolade grob hacken und im Wasserbad schmelzen. Danach die Schokolade etwas abkühlen lassen. Zwichenzeitlich auch die Snickers-Riegel grob hacken. Nun Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz mit dem Schneebesen des Rührgeräts cremig rühren. Anschließend erst das Ei, dann die geschmolzene Schokolade unterrühren. Mehl, Backpulver und Kakao mischen und unter die Butter-Schoko-Mischung rühren. Zum Schluss 2/3 der gehackten Snickersriegel unter den Teig heben. Jetzt kann der Teig mit einem Esslöffel als kleines Häufchen auf das mit Backpapier belegte Backblech gegeben werden. Es sollten 16 kleine Häufchen entstehen. Achtet vor allem darauf, dass ihr etwas Abstand unter den Cookie-Häufchen lasst, da sie noch ein wenig auseinanderlaufen. Auf die Häufchen nun noch den Rest der gehackten Snickersriegel verteilen. Die Cookies können anschließend im auf 175  Grad (Ober-/Unterhitze)/ 150 Grad (Umluft) heißen Ofen ca. 10 -15 Minuten gebacken werden. Nach dem Backen sollten sie ca. 5 Minuten auf dem Blech abkühlen und anschließend noch auf einem Kuchengitter auskühlen.

Zwei Bleche voller leckerer Cookies habe ich herausbekommen. Im gesamten Haus roch es nach Schokolade und Karamell. Da war es natürlich nicht verwunderlich, dass die kleinen Leckerbissen so schnell vernascht waren, wie sie gemacht wurden. 


Als Fazit ist zu sagen, dass die Cookies wirklich einfach als auch vor allem schnell gebacken sind und sich bei guter luftdichter Lagerung (z. B. in Weck- oder Bonbongläsern) ca. 1 - 2 Wochen frisch halten lassen. Das Wichtigste, was jedoch zu diesem Rezept zu sagen ist: Es ist superlecker schokoladig und allein schon der Geruch macht Schoko-Karamell-Fans nach diesen Cookies süchtig.

Aber ein kleines Laster braucht ja jeder - und was gibt es für schönere Laster, als all die süßen Leckerein!

Eure Jessi!


Samstag, 2. Juni 2012

Meine eigene Hochzeitstorte - Die Rezepte



Letzte Woche habe ich euch ja versprochen, die Rezepte für die zweite und dritte Etage meiner Hochzeitstorte zu posten. Also los geht´s mit der

Aprikosen-Marzipan-Schichttorte

Zutaten Böden:
200 g zimmerwarme Butter
250 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz
6 Eier
150 g Mehl
100 g Speisestärke
3 TL Backpulver
6 EL Aprikosensaft aus der Dose

Zutaten Füllung:
1 große Dose Aprikosen
2 Pck. weißer Tortenguss
200 g Marzipanrohmasse

Zubereitung Böden:
Die Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz weißschaumig rühren (Rührgerät ca. 10 min, Küchenmaschine 5 - 7 min). Dann nach und nach die Eier einzeln zugeben. Jedes Ei sollte mindestens 1 min gründlich unterrührt werden. Anschließend das Mehl und die Speisestärke mischen und das Backpulver dazusieben sowie ebenfalls darunter mischen. In 3 - 4 Portionen abwechselnd  mit etwas Aprikosensaft unter die Butter-Eier-Masse rühren. Der Teig sollte schön weich sein, damit er sich gut verstreichen lässt. 
Zum Backen solltet ihr zwei oder drei Bleche mit Backpapier vorbereiten. Auf das Backpapier wird die jeweilige Backform aufgezeichnet. Ich wollte eine Torte mit 24 cm Durchmesser haben. Also habe ich mir meine Springform genommen und damit Kreise auf das Backpapier gezeichnet. Anschließend habe ich ca. 3 EL von dem Teig darauf gleichmäßig verstrichen. Dies wird dann bei 180 Grad Ober-/Unterhitze oder bei 160 Grad Umluft (so kann man auch zwei Backbleche in den Ofen schieben ;o) ) für ca. 8 -9 Minuten goldgelb gebacken. Sofort nach dem Herausnehmen des Bodens aus dem Ofen, sollte dieser vom Backpapier gezogen werden und auf einem Kuchengitter zum Auskühlen platziert werden. So wird nun weiter verfahren, bis der gesamte Teig verbacken ist. Die Böden müssen dann vollständig auskühlen, bis sie weiterverarbeitet werden. 

Zubereitung Füllung:
Die Aprikosen abtropfen lassen und den restlichen Saft auffangen. Mit dem Mixer oder einem Mixstab die Aprikosen fein pürieren und in einen Kochtopf geben. Den Tortenguss mit 4 EL Apikosensaft glattrühren  und unter die pürierten Aprikosen geben. Alles zusammen aufkochen lassen. Die Marzipanrohmasse in die Aprikosen bröckeln und mit dem Mixstab alles noch einmal pürieren. Dann die Masse etwas abkühlen lassen.

Nun als Erstes einen Boden nehmen (Dieser kann für eine Fondanttorte auf eine 5 mm Kapaplatte gesetzt werden, damit das Stapeln besser geht und die Torte stabiler wird.) und darauf ca. 3 EL Füllung streichen. Darauf wird der nächste Boden gesetzt und erneut Füllung darauf verteilt. So weiterverfahren, bis die gewünschte Höhe erreicht ist. Wenn noch Füllung übrig ist, kann diese um die Torte herum verstrichen werden. Darauf wird nun entweder klassisch eine Marzipandecke gelegt oder die Torte noch dünn mit Ganache eingestrichen, damit der Fondantüberzug darüber gelegt werden kann. 

Anschnitt Aprikosen-Marzipan-Schichttorte und Sicht auf 34 Schichten lockerleichte Torte

Damit meine zweite Etage bei 24 cm Durchmesser eine Höhe von 10 cm erreicht, habe ich alle Zutaten verdoppelt. Das Rezept habe ich übrigens von dem tollen Blog der Tortentante und für mich etwas abgeändert. Auf dem Bild seht ihr übrigens einen der Buchenholzstäbe, der zum Stützen der Torte gedacht war und beim Anschneiden herausgenommen werden konnte.

Als Zweites möchte ich euch auch noch das Rezept für eine meiner Lieblingstorten vorstellen, welche die oberste Etage meiner Hochzeitstorte krönte. Hier also das Rezept für die 

Mohn-Schichttorte mit Pflaumenmus

Zutaten Rührteig:
150 g weiche Butter
125 g gesiebter Puderzucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz
Schale einer Zitrone
6 Eigelb
50 g Mehl 
1 gestr. TL Backpulver 
100 g gemahlene Mandeln (abgezogen)
100 Mohnsamen
6 Eiweiß

Zubereitung Böden:
Butter auf höchster Stufe geschmeidig rühren, nach und nach Puderzucker, Vanillezucker, Salz und Zitronschale unterrühren.  So lange rühren, bis die Masse gebunden ist. Dann nach und nach jedes Eigelb unterrühren (einzeln und mind. 1 min/Eigelb rühren). Das Mehl mit dem Backpulver mischen und kurz unter die Butter-Ei-Masse rühren. Dann die Mandeln und den Mohn unterrühren. Das Eiweiß sehr steif schlagen und unterheben. Zum Backen solltet ihr auch hier zwei oder drei Bleche mit Backpapier vorbereiten. Auf das Backpapier wird die jeweilige Backform aufgezeichnet. Ich wollte bei dieser Torte mit 18 cm Durchmesser haben. Also habe ich mir wieder meine Springform genommen und damit Kreise auf das Backpapier gezeichnet. Anschließend habe ich ca. 2 EL von dem Teig darauf gleichmäßig verstrichen. Dies wird dann bei 180 Grad Ober-/Unterhitze oder bei 160 Grad Umluft für ca. 6 - 8 Minuten goldgelb gebacken. Sofort nach dem Herausnehmen des Bodens aus dem Ofen, sollte dieser vom Backpapier gezogen werden und auf einem Kuchengitter zum Auskühlen platziert werden. So wird nun weiter verfahren, bis der gesamte Teig verbacken ist. Die Böden müssen ebenfalls vollständig auskühlen, bis sie weiterverarbeitet werden.

Zutaten Füllung:
6 Blatt weiße Gelatine
500 ml Milch
1 Pck. Vanillepuddingpulver
80 g Zucker
500 g Speisequark (Magerstufe)
340 g Pflaumenmus

Zubereitung Füllung:
Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Aus Milch, Puddingpulver und Zucker einen Pudding kochen. Die Gelatine leicht ausdrücken und unter Rühren in dem heißen Pudding auflösen (oder erst in einem Teil und dann zum Rest hinzugeben). Die Puddingmasse unter gelegentl. Umrühren erkalten lassen, dann den Quark unterrühren.

Wenn die Böden abgekühlt sind, auf den untersten Boden  (der ggf. wieder auf einer 5 mm Kapaplatte zur Stabilitätssicherung liegt) ca. 3 - 4 EL Puddingmasse geben. Nun den nächsten Boden darauf legen und auf diesem 3 - 4 EL Pflaumenmus verteilen. Darauf dann den nächsten Boden legen und wieder mit Puddingmasse bestreichen. So abwechselnd die Torte schichten, bis sie die gewünschte Höhe erreicht hat. 

Anschnitt Mohn-Schicht-Torte mit Pflaumenmus

Im Originalrezept wird außen um die Torte herum noch Puddingmasse verstrichen und darauf Kleckse von Pflaumenmus gegeben. Soll die Torte mit Fondant überzogen werden, geht das natürlich nicht, da sich Pudding und Fondant nicht vertragen. In diesem Fall könnt ihr auch nur zwei Drittel oder die Hälfte der Füllung herstellen, da diese recht viel ist. Damit meine Torte 11 cm hoch wurde, habe ich das doppelte Rezept gebacken. Bei der Füllung würde auch die einfache Menge ausreichen. 

Ein bisschen stolz war ich schon ... ;o)
Sowohl die Sachertorte als auch die Aprikosen-Marzipan-Torte und die Mohn-Schicht-Torte sind leckere und edle Torten für jede Hochzeitstorte. Aber auch einzeln gebacken runden sie jede Kaffeetafel ab und sorgen an einem Sonntagnachmittag für volles Kuchenvergnügen mit dem besonderen Geschmackserlebnis. Also ran an die Rührschüsseln und probiert sie doch mal selbst aus - sie sind schneller und einfacher gebacken, als es scheint!

Eure Jessi!




Samstag, 26. Mai 2012

Selbst ist die Braut - meine eigene Hochzeitstorte!


Da ist er nun endlich: Der Auslöser für meine Motivtortenleidenschaft seit Anfang 2012!



Diejenigen von euch, die selbst schon Braut waren oder es bald sind, können meine Überlegungen sicherlich nachvollziehen. Als angehende Braut macht man sich ja schließlich über alle möglichen Sachen der bevorstehenden Hochzeit Gedanken: Was ziehe ich bloß an? Wen laden wir alles ein? Wo feiern wir ... und, und, und. Klar, das können sicherlich auch diejenigen nachvollziehen, welche noch nicht diese Situation erleben durften, wollten oder konnten. Tja, aber im Kopf einer Braut gehen noch viel mehr Sachen vor sich: Was zieht er wohl an und hoffentlich passt das dann auch zu meinem Schleier?!!! Welche Farbe sollen die Schleifen an den Give-Aways haben - Oh mein Gott, die Give-Aways müssen ja auch noch ausgesucht werden.... Nehme ich noch ein paar Ersatzschuhe mit? Und natürlich: Wie soll bloß unsere Hochzeitstorte aussehen und wie soll sie gefüllt sein? Tja und dabei bin ich hängen geblieben. Da mir die üblichen Hochzeitstorten von Konditoren nicht wirklich ins Konzept passten, war die Idee schnell geboren: "Ich backe und dekoriere meine Hochzeitstorte selbst ... tz, das werde ich wohl hinbekommen - gebacken habe ich ja schließlich schon immer gern, der Rest kommt schon." Schließlich hatte ich ja noch knapp ein halbes Jahr Zeit.


Was soll ich sagen: Nach den ersten Versuchen und stundenlangem Belesen stand fest, dass es wohl doch nicht so einfach werden würde. Spätestens aber nach meiner ersten Motiv-Torte war noch klarer, dass mir ein kleines Monsterprojekt sowohl im Sinne von unzähligen Vorbereitungen als auch was den Zeitfaktor anging, bevorstand. Schließlich habe ich zuvor weder Rosen aus Zucker hergestellt noch Torten übereinander gestapelt. Trotzdem hat mir die Arbeit an der Torte sehr viel Spaß gemacht und ich möchte keine der Erfahrungen, die sie mir für weitere Torten gebracht hat, missen.

Da ich mich schon entschieden hatte, wie mein Brautstrauß aussehen soll und welche Blumen darin enthalten sein werden, konnte ich schon Anfang März mit der Herstellung von Rosen, Blumen, Knospen und Blättern aus Zucker beginnen. Diese sollten nämlich dem Brautstrauß nachempfunden sein. Die Zucker-Blumen werden aus Blütenpaste hergestellt, welche sehr schnell aushärtet. Für die Rosen habe ich jedes Blatt einzeln aus leicht gefärbter Blütenpaste ausgestochen und bearbeitet. Die geschwungenen Blätter der Rosen wurden extra mit einem Draht versehen, sodass sie nach dem Trocknen individuell zur Rose hinzugefügt werden können. Dadurch sieht jede Rose anders aus, wie auch in der Natur. Nachdem ich die Rosen gebunden hatte, habe ich sie noch mit Lebensmittel-Pulverfarben abgepudert, sodass die Rosen echter wirken. Die kleinen rosa Blümchen habe ich einfach dem Bild des Brautstraußes nachempfunden, welches ich mir schon aus meiner Brautzeitung ausgeschnitten hatte. Genauso bin ich mit den rosa Knospen verfahren. Die grünen Blätter dagegen habe ich mit einem Herzausstecher ausgestochen und dann ebenfalls abgepudert. Bei diesen jedoch sehr stark, da ich die Blütenpaste nur leicht eingefärbt hatte, um dann mit den Pulverfarben einen echten Blatton malen zu können. Wie in der Natur sollten die Blätter noch einen Glitzereffekt erhalten. Auch dafür gibt es tolle Puderfarben, die das möglich machen.

Die Blumen herzustellen, hat wohl die meiste Zeit gekostet. Geschätzt habe ich an einer Rose ca.  3 - 4 Stunden reine Arbeitszeit gesessen. Somit ist ganz klar, dass man solche Arrangements besser nicht erst eine Woche vor dem Tortentermin beginnt. Da es ja meine ersten Rosen aus Zucker waren, werde ich vielleicht irgendwann einmal ein wenig schneller. Da sie jedoch vollständig aushärten, sind sie gut vorzubereiten und in einem verschlossenen Karton auch gut aufzubewahren sowie vor Staub o. Ä. zu schützen.



In der Woche vor der Hochzeit habe ich dann die Blumen zu einem Gesteck arrangiert. Dazu habe ich eine kleine Styroporkugel genutzt. Von dieser habe ich ein kleines Stück abgeschnitten, sodass sie stehen kann. Dann wurde begonnen, zuerst die Blattranken (Für die Blätter werde ich euch ein kleines Tutorial erstellen, was auch in den nächsten Tagen hier zu sehen sein wird.), dann die Rosen und abschließend die kleinen Blümchen und Knospen von unten her hineinzustecken. Wichtig ist, das Loch für die jeweilige Blume vorzustechen, damit man diese dann mit der Zange behutsam in die Kugel einbringen kann. Beim Hantieren mit den ausgehärteten Zuckerblumen ist nämlich äußerste Vorsicht geboten, da diese sehr schnell bricht oder wegplatzt. Zum Glück ist bei mir alles heil geblieben und ich war stolz auf mein erstes Blumenarrangement (bei dem mir mein Mann eine hilfreiche Unterstützung war)! Zum Lagern habe ich eine kleine Schüssel genutzt, da die Rosen sonst unten aufgelegen hätten und wieder die Gefahr des Bruches bestand.



Eine Woche vor der Hochzeit ging es dann auch daran, mit dem Backen zu beginnen, denn die untere Etage sollte eine Sachertorte nach Oma Buchholtz  (das Rezept findet ihr hier) werden, welche noch 7 Tage durchziehen musste. Diese Etage hatte einen Durchmesser von 30 cm und war 10 cm hoch. Das Ursprungsrezept habe ich daher vervierfacht und zweimal gebacken. 

Die zweite Torte war eine Aprikosen-Marzipan-Torte und bei einem Durchmesser von 24 cm sowie einer Höhe von 10 cm doch recht zeitaufwändig, was das Backen angeht. Hier muss nämlich jeder Boden einzeln gebacken werden, auskühlen und dann noch eine leckere Aprikosen-Marzipan-Füllung hergestellt werden. Trotzdem kann ich sagen, dieser Aufwand lohnt sich! Die Torte war superlocker und sehr lecker. Das Rezept dazu gibt es hier!

Als oberste Torte habe ich mich für eine meiner Lieblingstorten entschieden: Die Mohn-Schicht-Torte mit Pflaumenmus. Auch bei dieser Torte wird jeder einzelne Boden gebacken, gefüllt und gestapelt. Jedoch lohnt sich ebenfalls der Aufwand, denn die Torte ist nicht nur zur kalten Jahreszeit ein echter Gaumenschmeichler ;o) Wie bei der Aprikosen-Marzipan-Torte findet ihr das Rezept hier. Die oberste Etage war übrigens 18 cm im Durchmesser und 11 cm hoch.


Alle drei Torten habe ich mit Zartbitterganache (200 g Sahne, 250 g Zartbitterkuvertüre) umhüllt, was vor allem bei der obersten Torte wichtig war, da sich die Puddingfüllung nicht mit dem Fondantüberzug vertragen hätte. Außerdem war unter der mittleren und obersten Torte jeweils eine 5 mm dicke Kapaplatte (Leichtschaumplatte, gibt es z. B. in Bastelläden) eingearbeitet, damit sich die Torten gut übereinander stapeln und auch schneiden bzw. abheben lassen. Da die gesamte Torte ein Gewicht von ca. 15 kg hatte, war klar, dass die jeweiligen Torten gestützt werden müssen. Das heißt, in jeder Torte hatten sich 5 Buchenholzstäbe versteckt. So war gesichert, dass die jeweils untere Torte nicht unter der Last der oberen zusammenbricht. Durch die gesamte Torte führte dann noch ein großer Buchenholzstab direkt durch die Mitte, damit die Torten nicht verrutschen und alles gut fixiert ist. Diesen habe ich mutig mit dem Hammer bis zum mit Fondant überzogenen Cakeboard (unterste 10 mm dicke Kapaplatte) geschlagen, auf welcher die Torte stand. Ein wenig Handwerkergefühl kam dabei schon auf ... ;o) Die Stäbe ließen sich aber beim Anschneiden sehr schnell und unkompliziert herausnehmen, sodass sie prima ihren Sinn erfüllten. 


In meine erste dreistöckige Hochzeitstorte habe ich wirklich viel Herzblut und vor allem wahnsinnig viel Zeit investiert. Umso glücklicher war ich, als sie endlich fertig gestellt war, heil in unserer Location stand und auch genauso geworden ist, wie ich es mir vorgenommen hatte. Es ist ein ganz besonderes Gefühl, seine eigene Hochzeitstorte zu designen, selbst zu backen und zu dekorieren - aber ein ganz tolles und wunderbares! Sehr gern werde ich mir in unserem Hochzeitsalbum die Bilder (von denen mir unsere supertollen Hochzeits-Fotografen vom Fotostudio smile-shoots einige geschossen und zur Verfügung gestellt haben) immer wieder gern ansehen!

Ich freue mich, wenn wir uns bei den Rezept-Posts für die zwei oberen Etagen meiner Hochzeitstorte in den nächsten Tagen wieder lesen. Bis dahin wünsche ich euch ein zauberhaftes und sonniges Wochenende !

Eure Jessi!



Sonntag, 13. Mai 2012

Jede Frau sollte mit Schuhen ins Leben starten!

Endlich war es dieses Wochenende soweit: Meine erste Torte für eine neue Erdenbürgerin durfte gemacht werden - eine BabyBegrüßungsTorte sozusagen. Geplant war das schon länger und ich habe mich gefreut, dass die kleine Liara Helene endlich geboren war und die Babyparty dieses Wochenende stattfand.



Schlicht sollte sie sein und natürlich rosa ... klar ... was man halt so von einem Geschenk für ein kleines Mädchen erwartet. Meine Schwester hatte mich gebeten, für den Nachwuchs ihrer guten Freundin eine Torte zu machen und so konnte ich auch meine ersten Baby-Schühchen aus Modellierfondant (aushärtende Zuckermasse) basteln.




 Außer dem Cakeboard, auf welchem die Torte steht und welches ebenfalls mit Fondant bezogen ist, und dem rosa Band um dieses, ist alles an der Torte essbar.


Zur BabyParty gab es leckere Grillsachen, sodass die Torte etwas leichter ausfallen sollte. Gut, damit war meine Schoko-Mascarpone-Variante schon einmal aus dem Rennen. Geschafft hat es dann mal wieder die Milchmädchentorte (hier findet ihr das Grundrezept). Gefüllt habe ich sie dieses Mal mit Himbeer-OreoKeks-Sahne mit einer feinen Vanille-Karamell-Note.

Folgende Zutaten benötigt ihr neben dem Teig-Grundrezept:

400 g Schlagsahne
750 g gefrorene oder frische Himbeeren
25 Oreo-Kekse (225 g)
je 1 Schuss Vanille- und Karamellsirup

Zubereitung:

Die Himbeeren im Mixer pürieren und ggf. passieren. Nun die Oreo-Kekse in drei Schritten zu den Himbeeren geben und im Mixer zusammen zerkleinern, bis ein Mus entsteht. Das Himbeer-Oreo-Mus kurz zur Seite stellen. Als Nächstes sollte die Sahne mit dem Sirup geschlagen werden. Sobald diese steif ist, kann das Himbeer-Oreo-Mus untergehoben und die Torte damit geschichtet werden.


Abwechselnd die Teigplatten und die Füllung schichten

Ich hoffe doch, dass die Torte allen Gästen der Baby-Party geschmeckt hat, obwohl die kleine Liara sicher kein Interesse an der Torte gezeigt haben wird. In diesem "Alter" setzt man ja noch andere kulinarische Prioritäten. 

Die Torte hatte letztendlich einen Durchmesser von 20 cm und war 11 cm hoch.
Trotzdem war es ein süßer Start in ein hoffentlich noch süßeres Leben mit ganz wenigen sauren Zeiten für die kleine Hauptperson der gestrigen Feier!

Eure Jessi!

Mittwoch, 9. Mai 2012

Beat trifft Torte ...

Für liebe Freunde backt es sich doch am besten ... obwohl ich dazu sagen muss, dass ich ja nur und ausschließlich für liebe Freunde oder die Familie backe. Meine letzte Geburtstagstorte war für einen echt guten Musiker und Musikfreund, was natürlich auch die Torte ausdrücken sollte. Seine Freundin wollte ihm ein ganz besonders süßes Geschenk zum 25. Geburtstag machen - was passt da besser, als eine Torte!?!


Da er Gitarrist einer Band ist, war meine erste Überlegung eine Gitarre. Allerdings hat mich das Zuckermodellieren eines Kopfhörers viel mehr gereizt und so sollte es dann auch sein. Natürlich durfte auch die Lieblingsfarbe GRÜN nicht fehlen.


Der oben aufgelegte Kopfhörer ist wie schon oben erwähnt aus Modellierfondant (Zuckermasse, welche aushärtert) hergestellt und bis auf die Drähte an der Seite komplett essbar. Eine echte Herausforderung war der Bügel des Kopfhörers ... der erste ist mir leider zerbrochen. Der Zweite hat mich jedoch vollständig zufriedengestellt ;o)




Gefüllt war die Torte mal wieder mit einer Milchmädchen-Torte (das Grundrezept findet ihr hier). Diese Torte habe ich aber mit Himbeermarmelade und Stracciatella-Vanille-Sahne gefüllt. Dank der Rückmeldung des Beschenkten kann ich auch schon berichten, dass diese Kombination super angekommen ist und die Torte zur Geburtstagsfeier vollständig verspeist wurde.


Somit freut es mich also, dass sich das Geburtstagskind nicht nur über die Deko sondern auch über die Füllung der Torte gefreut hat. Denn ist es nicht so: Die Torte kann so schön aussehen, wie sie will. Wenn sie nicht schmeckt, ist sie nichts WERT! 

In diesem Sinne freue ich mich schon, euch bald mein nächstes Werk präsentieren zu dürfen!

Eure Jessi!

Montag, 7. Mai 2012

Sauer macht lustig - süß macht glücklich!

Kennt ihr das auch ... ? Spontan wird man zu lieben Freunden eingeladen und möchte natürlich nicht mit leeren Händen erscheinen. Puuh und schon geht´s los ... Was nehme ich bloß mit? Schon wieder die Flasche Sekt oder die Pralinen, die man immer mitbringt?!? 

Natürlich nicht ... ab geht´s in Coli´s Kitchen und es wird etwas gezaubert. Allerdings ist nicht immer Zeit, schnell etwas Frisches herzustellen. Dafür habe ich für mich nun die Kuchen im Glas entdeckt. Man kann fast alles im Glas backen und somit auch super zum Verschenken vorbereiten. Die kleinen Kuchen haben eine Haltbarkeitsdauer von meist mindestens 2 oder auch mal 4 Wochen - je nachdem, was sich darinnen versteckt.

Superlecker ist zum Beispiel der Limoncelleo-Kuchen. Er wird mit Joghurt gebacken und kann natürlich auch gleich frisch verputzt werden. Aber auch für ein Weck-Glas ist er bestens geeignet und hält sich kühl gelagert mindestens 2 Wochen im verschlossenen Weck-Glas.

Limoncello-Kuchen

Für 5 Weck-Gläser á 1/5 l Inhalt benötigt man folgende

Zutaten:
100 g weiche Butter
100 g Zucker
2 Eier (M)
150 g Naturjoghurt
50 ml Limoncello-Likör (Limettenlikör)
1 TL abgeriebene Schale einer Bio-Limette
100 g Speisestärke
100 g Mehl
1 TL Backpulver

Öl zum Einpinseln der Gläser



                                                 Zubereitung:

Die Weck-Gläser mit Öl einpinseln (Achtung: Den Rand, wo das Gummi später sitzt, nicht einölen. Nur so kann das Glas gut und korrekt geschlossen werden.) Dann schon einmal den Backofen auf 175 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen.

Die Butter mit dem Zucker cremig schlagen, die Eier nach und nach unterrühren. Joghurt, 50 ml Limoncello-Likör und die Limettenschale dazugeben. Danach die Speisestärke, Mehl und Backpulver mischen und unterrühren. Damit die Gläser noch geschlossen werden können, den Teig zu höchstens 2/3 in die Gläser füllen und auf mittlerer Schiene im Backofen 30 Minuten backen. 

Nun die Gläser aus dem Ofen nehmen und zum Aufbewahren gleich heiß verschließen. Nach dem Abkühlen können die kleinen Küchlein den einen oder anderen lieben Freund beglücken (oder den eigenen Kaffeetisch bereichern). Ich muss zugeben, die ersten Küchlein haben es leider nicht außer Haus geschafft ... aber das spricht ja auch für sich ...

Natürlich kann man die kleinen Kuchen auch gleich für die Kaffeetafel backen. Dafür könnt ihr die Küchlein nach dem Abkühlen aus den Gläsern stürzen (verschlossen werden müssen sie dann natürlich nicht erst) und serviert sie mit ein paar Spritzern Limoncello-Likör und Puderzucker ... mmmh, lecker ...

Für die alkoholfreie Variante könnt ihr gleich den Saft der Bio-Limette nehmen und einfach den Likör weglassen. Auch so schmeckt der Kuchen herrlich frisch und kann von Kindern gegessen werden. 


Dieses tolle Rezept habe ich übrigens aus dem Buch "Kuchen im Glas" von Christa Schmedes. Ein super tolles Buch mit lauter kleinen Köstlichkeiten und bei einem Preis von 4,90 EUR kein Zögern Wert!

Ich freue mich schon, euch den nächsten kleinen Kuchen demnächst präsentieren zu dürfen.

Eure Jessi!


Sonntag, 29. April 2012

Aller Anfang ... ist doch zum Glück süß! TEIL 3

Nach einer scheinbar ewigen Blog- und Post-Abstinenz möchte ich euch heute nun endlich meine dritte Torte vorstellen. Zwei liebe Freundinnen hatten im Februar Geburtstag - ein perfekter Anlass, weiter zu üben und neue Farben und Formen für Motivtorten auszuprobieren.

Ein tolles Türkis sollte es dieses Mal werden und außerdem wollte ich endlich mal die sagenumwobene Milchmädchentorte aus dem Torten-Talk-Forum ausprobieren.



Für diese Torte habe ich mich dann an weitere Zuckerblumen gemacht. Für die Calla Lilien habe ich keine Ausstecher wie für die Rosen. Allerdings habe ich einen tollen Blog gefunden - "Make fabulous cakes" hat eine Anleitung und auch Vorlagen, zum schnellen herstellen der Lilien ohne Ausstecher. Diese werde ich ebenfalls für zukünftige Calla´s nutzen - einen Ausstecher braucht man denke ich dafür nicht unbedingt. Nur den "Blütenstempel" würde ich beim nächsten Mal kleiner machen und nicht der Anleitung folgen ... aber Übung macht ja bekanntlich den Meister!



Wie schon erwähnt, war unter dem Fondantüberzug eine Milchmädchentorte mit Heidelbeer-Karamell-Sahne-Füllung. Bloß die Mehlmenge habe ich etwas reduziert und auch mit Umluft gebacken - das geht bei meinen Ofen ganz prima. Bei den Gästen ist diese Torte super angekommen und gehört von der Herstellung her nun auch zu meinen Lieblingstorten. Warum? Ganz einfach ... der Tortenteig ist super einfach herzustellen und die Füllungen kann man ganz nach Lust, Laune und Wünschen beliebig variieren.

Für euch also hier erst mal das Rezept zum Ausprobieren:

Zutaten:

Für den Teig
1 Dose gezuckerte Kondensmilch (z. B. Milchmädchen, 340 g)
2 Eier
180 g Mehl
etwas mehr als eine halbe Pckg. Backpulver

Für die Füllung
400 g Schlagsahne
2 EL Karamellsirup oder 3 EL Milchmädchen
2 Pckg. Sahnesteif
Heidelbeermarmelade (ca. 1/2 Glas)

Vorbereitung
Zwei Bleche mit Backpapier vorbereiten und auf das Papier jeweils einen Kreis (z. B. 26 cm Durchmesser - ergibt ca. 5 Böden) zeichnen, damit der Teig die richtige Form bekommt, denn er wird direkt auf das Papier gestrichen. Wer eine Dauerbackfolie mit vorgezeichneten Kreisen hat, kann natürlich auch diese nehmen.

Zubereitung:

Die Eier mit der Kondensmilch glattrühren und anschließend das Mehl mit dem Backpulver unterheben (der Teig ist sehr flüssig - keine Angst - das muss so sein!).  Nun ca. 2 EL Teig auf dem Backpapier gleichmäßig verstreichen und ca. 5 - 6 Minuten bei ca. 180 - 200 Grad (Umluft) goldgelb backen. Während dieser Zeit schon den nächsten Boden zum Backen vorbereiten. Wenn der Boden fertig gebacken ist, diesen sofort vom Backpapier abziehen und auskühlen lassen. Mit dem Teig so weiterverfahren, bis dieser verbraucht ist. Die Böden müssen gut auskühlen, dann kann die Füllung hergestellt werden. Dazu die Sahne mit Sahnesteif und Sirup schlagen. Zum Füllen der Torte wird jeweils auf einem Boden dünn Heidelbeermarmelade und darauf die Karamellsahne gestrichen. Nun den nächsten Boden aufsetzen und die weiteren Böden wie den Ersten bestreichen. Die Torte kann zum Abschluss komplett mit Sahne eingestrichen werden oder falls sie mit Fondant überzogen werden soll, mit einer Ganache eingestrichen werden (Fondant zieht Wasser und verträgt sich nicht mit Sahne, daher muss gut isoliert werden). Über Nacht sollte die Torte noch durchziehen und dann kann genossen werden.

Milchmädchentorte gefüllt und auf eine Höhe von 10 cm gestapelt, 14 cm Durchmesser

Anschnitt der Milchmädchentorte
Für die nächste Motivtorte ist auch schon wieder eine Milchmädchentorte geplant. Alles in allem eine tolle und vor allem flexible sowie schnelle Torte für allerlei kreative Füllungen. Ich kann euch die Torte daher wärmstens empfehlen und freue mich schon, die nächste dieser Torten in eine Motivtorte zu verpacken. Natürlich kriegt ihr diese wieder zu sehen.

Eure Jessi!

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