Sonntag, 15. Juni 2014

Mein neuer Liebling: "Zoes Vintage Cakes" von Zoe Clark

Seit September 2013 ist das neue Buch von Zoe Clark auf dem Markt - bisher nur in englischer Sprache. Seit Mitte Mai ist es nun auch in Deutsch erhältlich. Ihr kennt Zoe Clark nicht? Dann solltet ihr sie schnell kennen lernen, denn sie ist insbesondere auf dem Gebiet der Hochzeitstorten eine wahre Künstlerin. Doch nicht nur Hochzeitstorten zaubert sie mit einem klaren und doch betörend detailreichem Sinn, sondern auch auf allen anderen stilistischen Gebieten bringt sie alle zum Staunen.

Für die deutschen Törtchenverrückten hat die cake & bake Verlagsgesellschaft dieses tolle Werk der sympathischen Tortenkünstlerin übersetzt und auf den deutschen Markt gebracht. Die cake & bake Verlagsgesellschaft ist ein junger Verlag aus Norddeutschland, welcher erfolgreiche englisch -sprachige Bücher zum Thema Tortenkunst ins Deutsche übersetzt, z. B. Bücher von Lindy Smith.

Und jetzt wollen wir doch mal Bilder und meine Eindrücke von Zoes Vintage Cakes gemeinsam erleben:

Zoe Clark
"Zoes Vintage Cakes"
(128 Seiten)



Inhalt:

Vorwort
Werkzeuge
10 verschieden Tortenprojekte sowie dazugehörige Projekte zu Cupcakes, Keksen, Mini-Törtchen
Rezepte und Techniken
Vorlagen (zum Kopieren)
Bezugsquellen (insbesondere hier deutsche Adressen)
Danksagung
Über die Autorin
Index 


Als ich das Buch das erste Mal in den Händen hielt und es erst einmal kurz durchblätterte (ich kann es meist nicht abwarten - daher gibt es immer erst einmal einen Schnelldurchlauf), war ich sofort begeistert von den liebevollen Bildern und kleinen Anmerkungen, die das Buch genügend vorweisen kann.


Jedes Tortenprojekt startet mit einem wunderschön inszenierten Vollbild der Torte mit einer ausführlichen Beschreibung hierzu und geht dann schriftlich und bildlich in eine genaue Beschreibung der einzelnen Schritte zur Herstellung der jeweiligen Torte über. Besonders schön finde ich, dass vorab erst einmal alle Werkzeuge und Materialien (z. B. Moulds etc.) aufgeführt werden, die für gerade dieses Tortenprojekt benötigt werden.


Auch gibt es nicht nur eine ausführliche Beschreibung jedes einzelnen Schritts, sondern es werden in kleinen Kästchen auch kleine Tipps zu Besonderheiten gegeben - so achtet man auf diese bei der Umsetzung ganz besonders.


Neben den 10 Tortenprojekten gibt es zu jedem Projekt noch zwei kleine Projekte, die nicht so zeitaufwändig sind. Darunter fallen z. B. Cupcakes, Kekse oder Mini-Törtchen. Diese kleinen Projekte stehen den großen Torten jedoch in ihrem Charme in nichts nach.

Was für eine niedliche Idee  - Telefone in Mini ... ;o)!

wunderschöne Charleston-Ideen

Dieses Thema ist so wunderschön umgesetzt.

Neben Torten in bekannter runder oder viereckiger Form werden auch ausführlich 3-D-Torten besprochen. Es wird aufgezeigt, wie man diese Torten richtig schnitzt, stützt, vorbereitet und eindeckt. Eine schöne und ausführliche Bebilderung dieser besonderen Torten unterstützt die ausgiebige Beschreibung noch dazu.


Das Buch bietet viele anschauliche Bilder von Arbeitsschritten und Handgriffen. Als ich mir die Projekte erst einmal kurz ansah, hatte ich Bedenken, ob das Buch überhaupt für Anfänger geeignet sein könnte. Nachdem ich mir Projekt für Projekt durchlas kippte diese Meinung sehr schnell, denn jeder Arbeitsschritt ist genau erklärt und kann somit auch von mutigen Anfängern umgesetzt werden - das denke ich jedenfalls.


Dies wurde noch bekräftigt, als ich mich dem Teil der Techniken und Rezepte widmete. Von gelingsicheren Kuchenrezepten über das Einstreichen von Torten, Eindecken mit Fondant bis hin zur Verarbeitung von Royal Icing und vielem mehr (auch zu den kleinen Projekten) gibt es nichts, was nicht erklärt ist. Das Buch ist somit ein richtiger kleiner Schatz und könnte sogar als Erstlingsbuch dienen. Alle notwendigen Informationen sind darin enthalten, um damit sofort sein erstes Törtchenprojekt zu starten.

Wunderschöne Details glanzvoll in Szene gesetzt ... und wirklich alles aus Zucker!

Mein Fazit:

Neben wunderschönen Bildern (die auch einfach nur zum Anschauen einladen) und ausführlichen Anleitungen wartet das Buch mit viel Fachwissen und einem unschlagbaren Preis von 22.95 EUR auf. Fortgeschrittene Tortenkünstler erhaschen viele schöne Anregungen und auch den ein oder anderen noch nicht bekannten Trick. Anfänger dagegen bekommen umfassende Informationen mit fundierten Anleitungen, die zum Loslegen einladen.

Mich hat dieses Buch vollkommen in seinen Bann gezogen und es ist ganz schnell auf der Liste meiner Lieblingsbücher gelandet. Ich habe es beim Durchlesen ungern aus der Hand gelegt - und das kommt nicht wirklich oft vor. Schnell ist man gelangweilt von manch einem solchen Buch - nicht hier.

Design/Bildgestaltung: 1
Alltagstauglichkeit: 1 - 2
Umsetzungsmöglichkeit durch Verbraucher: 1
Preis/Leistung: 1


Sooooo ... ich blättere mich jetzt noch einmal durch mein neues Büchlein und wünsche euch eine ganz tolle Zeit.

Eure Jessi!

Montag, 9. Juni 2014

Cupcake-Seminar zum Junggesellinnenabschied

Vor einiger Zeit war es endlich soweit: Ich durfte mein erstes Cupcake-Seminar für einen Junggesellinnenabschied ausrichten. Sowohl die zukünftige Braut als auch einige Teilnehmerinnen sind gute Freundinnen von mir, sodass ich ein kleines Heimspiel verzeichnen durfte.


Die Schwester der Braut und gleichzeitig Trauzeugin hatte sich um Schürzen und Kochlöffel gekümmert und außerdem auch die Versorgung für die Pause organisiert. Von mir gab es natürlich wieder ein Handout und ein paar Infos für die Teilnehmerinnen als kleine Starthilfe und Willkommensgruß - eine Flasche Sekt bekam die Braut von mir obendrauf.


Ganz anders als bei meinen üblichen Gruppenseminaren, kennen sich bei einer solchen Veranstaltung schon alle und Zurückhaltung ist nicht an der Tagesordnung. Es wurde gleich von Beginn an geschnattert und sich ausgetauscht - ein richtig toller Start.


Los ging es mit dem Backen von zwei Sorten Cupcakes. Die anderen beiden Sorten, welche später dekoriert werden wollten, hatte ich bereits vorbereitet. Nach dem Startschuss wuselten 14 Mädels in der Küche umher und jede hatte so ihre Aufgabe

Die Braut in Aktion

Es wurde fleißig gewogen, gefragt und gerührt - heraus kamen erste tolle Ergebnisse.


Nach dem Backen und dem ein oder anderen Gläschen Sekt ging es an das Frosting und Aufspritzen. Jede Teilnehmerin durfte ihre eigenen Cupcakes spritzen und selbst den Schwung mit der Spritztülle üben.

Für die Krümelmonster-Cupcakes bekamen diese noch eine Haube eingefärbter Kokosflocken

Folgende Cupcakes wurden gezaubert:

Krümelmonster-Cupcakes
Cocktail-Cupcakes
Cupcakes mit einer gelben Frostinghaube und Fondant-Deko
sowie Cupcakes mit Fondantaufleger

Kurz noch mal ins Handout schauen .... und dann kann´s los gehen



Bei all dem Süßkram um die Nase bekam die eine oder andere dann aber doch mal ein Lüstchen auf etwas Herzhaftes. Dafür hatte die Trauzeugin natürlich vorgesorgt .... 


Gut gestärkt ging es dann in die Endphase und tolle Werke wurden fertig gestellt:




Ich war mal wieder hin und weg, was die Mädels so alles gezaubert hatten und wie kreativ gewerkelt wurde. Natürlich war die Zeit mal wieder verflogen und wir hätten noch Tage beisammen sitzen können. 

Ein klitzekleiner Einblick in die Ergebnisse
Es war wieder ein wunderschöner Abend mit dieser Mädelsrunde. Ich hatte so viel Spaß und auch die Mädels haben toll mitgearbeitet. Wir haben viel gelacht und hatten immer mal wieder Zeit für die ein oder andere Plauderei miteinander. 

Die Braut war soooo fleißig und zauberte - wie alle Teilnehmerinnen - ganz wunderhübsche Cupcakes. Sie wurde mit der Abendgestaltung von ihrer Trauzeugin überrascht und freute sich sehr, als sie in unsere Runde stieß und erfuhr, dass wir zusammen den Abend mit Cupcakes verbringen.


Liebe Jana, ich freue mich, dass wir alle einen soooo wunderhübschen Abend verbrachten und du hoffentlich einen schönen Junggesellinnenabschied verlebt hast. Für deine Zukunft wünsche ich dir alles Liebe und Gute!

Allen anderen Mädels danke ich ebenfalls für ihre kreative Arbeit und einen tollen Abend mit wirklich super Stimmung und sehr schönen Ergebnissen!

Ein weiterer Dank geht noch an die liebe Julia und Sandra, welche mir noch ein paar Fotos zur Verfügung stellten.


Wie ihr seht, hatten alle viel Spaß - inklusive mir. Nun freue ich mich umso mehr auf die nächsten Seminare.

Eure Jessi!

Montag, 26. Mai 2014

Und schon wieder ein Dreißiger ....

Wie ihr sicherlich schon mitbekommen habt, dürfen gaaanz viele Menschen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis einen runden Geburtstag feiern. Top unter den Runden ist die Überschreitung der 30-er Grenze.

So auch Ende April, als meine liebe Freundin und Namensvetterin Jessi ihren 30. Geburtstag feierte. Auch hier habe ich mich wieder für ein Törtchen als Geschenk entschieden, welches kommende süße Jahre prophezeien sollte.


Nach meinem ersten Airbrushversuch Ende März habe ich hier nun wieder meine Airbrush-Pistole (mit der großen Düse, Single-Action) gezückt und mich an das nächste Airbrush-Törtchen gewagt.

Das Thema ist ja schon ganz gut zu sehen - hoffe ich doch ;o) Jessi ist nämlich eine echte Weltenbummlerin und hält sich in ihren Urlauben meist an den Traumzielen dieser Welt auf. Bora Bora, Malediven, Bali und so weiter. Da lag das Törtchenthema recht nah.



Grundiert habe ich das Törtchen in den Farben des Strandes und des Abendhimmels. Um die Abendstimmung dieser Traumziele perfekt zu machen, habe ich mich für in Schatten geworfene Palmen und Vögel entschieden. Diese habe ich zuerst auf Zeichenkarton gezeichnet und mit dem Skalpell ausgeschnitten. Danach ging es ans Airbrushen.


Hierfür habe ich die Schablone jeweils mit zwei kleinen Stecknadeln an der Torte befestigt, mit der einen Hand noch fixiert und anschließend mit Hilfe des Airbrushgerätes ausgefüllt. Wer keine farbigen Finger bekommen möchte, zieht sich hierbei am besten Handschuhe an. Außerdem ist es ratsam, nach einem Motiv dieses kurz antrocknen zu lassen, damit man mit dem Auflegen der Schablone nichts verschmiert.


Sicherlich gibt es noch Übungsbedarf, was das Airbrushen angeht. Allerdings war ich soweit ganz zufrieden mit diesem nächsten Airbrush-Törtchen.

Nicht fehlen durfte im Übrigen die Hibiskusblüte ... DAS Wahrzeichen für Strandurlaube an solch exotischen Zielen.


Jessi hat sich im Übrigen sehr über das Törtchen gefreut und wir hatten mit vielen anderen Gästen zusammen eine richtig tolle Geburtstagsfeier bis in die Morgenstunden ...

Euch eine schöne Woche und ich freue mich, wenn wir uns ganz bald wieder lesen.

Eure Jessi!

Montag, 19. Mai 2014

Ein eigenes kleines Kino ... das wär´s doch!

Genau diesen Traum hat sich der heutige Hauptakteur meines Posts erfüllt. Jaaaa, so etwas gibt es sogar im echten Leben ;o) Ein Träumchen, oder?!

Heute gibt es nämlich von mir mal wieder ein Törtchen für euch. Dieses entstand am Seminarwochenende im April und hat mein Organisationstalent ganz schön heraus gefordert. Freitag Törtchen vorbereiten, dazu Seminarvorbereitungen. Samstag das Seminar und danach noch Eindecken und Dekoration Törtchen. Sonntag - viiiiel zu früh - Fotos vom Törtchen schießen, damit auch die Nachwelt daran teilhaben kann - Törtchenübergabe und auf ging es zum nächsten Seminar.

Nach diesem Wochenende hätte ich noch eines nötig gehabt, das kann ich euch sagen.

Nun aber Schluss mit meiner Jammerei - schließlich war es ein tolles Seminarwochenende (ich erinnere mich gern, schaut doch auch noch mal hier und hier) und auch auf das Törtchen hatte ich richtig Lust.


Eine sehr liebe Bekannte, die uns vor einigen Jahren bei unseren Hochzeitsvorbereitungen sehr unter die Arme griff, bat mich darum, ihrem Schwiegersohn ein Törtchen zum Geburtstag zu basteln. Für einen runden Geburtstag sollte es etwas ganz Tolles werden.

Da konnte ich natürlich nicht nein sagen und machte mich gleich an die Planungen. Während das Thema Spanien etc. nach einigen Überlegungen wieder aus meinem Kopf flog, machte sich das eigene kleine Kinoräumchen im neuen Haus als Idee immer mehr breit in meinen Gedanken.


Ein wenig Recherche im Internet nach Ideen brachte mich über eine Filmrolle hin zu dem Popcorneimer. Während für einige definitiv Tacos oder der Eismann zwischen Werbung und Filmbeginn (der vielleicht auch mal daheim im eigenen Kinosaal vorbeischneit ??? ) dazu gehört, gehöre ich definitiv zur Popcorn-Fraktion. Ohne Popcorn kein Kino - jawoll. Und ich schwöre, ich knistere und raschle auch nicht, bin also ein ganz gesitteter Kino-Popcorn-Vertilger.

Ob das Geburtstagskind genauso auf Popcorn steht wie ich, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Ich weiß aber, dass ein 3-D-Fernseher das Räumchen schmückt und daher gab es auch die entsprechende 3-D-Brille aus Zucker dazu. Diese habe ich aus schwarzem Modellierfondant nach Abbildung unserer 3-D-Brille frei Hand ausgeschnitten und ein paar Tage in Einzelteilen trocknen lassen. Danach wurden mit Zuckerkleber noch Gelatineblätter als Gläser eingeklebt.


Das Popcorn, welches die Tüte füllt, ist aus Fondant. Hierfür habe ich wirklich ewig nach Anleitungen im Internet gesucht - schlussendlich aber nichts Zufriedenstellendes gefunden. Herr S. hatte aber dann eine zündende Idee und schlug mir vor, einfach selbst eine Mould für Popcorn herzustellen. Wie das grundsätzlich geht, hatte ich euch hier schon einmal erzählt.

Diese Idee war prima. Also habe ich mir Mikrowellen-Popcorn gemacht und dann sechs schöne Popcorn in Silikonmasse gedrückt, einen Deckel aus Silikon darauf und einen Tag trocknen lassen. Fertig war die Mould. Nun brauchte ich nur noch einen Strang weißen und einen Strang gelben Fondant miteinander verzwirbeln und dies in kleinen Stücken in die Mould drücken. Heraus kam tolles Fondant-Popcorn, welches ich nach einer Woche noch mit einer Mischung aus brauner und cremefarbener Puderfarbe in den Hohlräumen bemalte, damit es echter wirkt. Ich finde, es ist ganz gut gelungen und hoffe, meine kurze Erklärung dazu war verständlich.

springendes Popcorn sorgt für einen Eyecatcher
Um auch den runden Geburtstag gebührend auf´s Cake Board zu bekommen, habe ich mich für eine Regie-Tafel aus schwarzem Modellierfondant entschieden. Diese durfte eine Woche auf Backpapier trocknen, damit sie auch richtig schön steht.

Und natürlich durfte auch der in so vielen Kinos gern eingesetzte Samt-Teppich bzw. Sitzbezug nicht fehlen. Damit es wie Stoff wirkt, habe ich den Fondant faltig über das Cake Board gelegt und mit roter Lebensmittelfarbe gebrusht.

Gerade durch das Airbruschen wirkt die Farbe sehr schön samtig und glänzend ... leider ist das auf den Fotos nicht allzu gut zu sehen. Wenn man solch große Flächen mit dem Airbrushgerät bearbeitet, sollte man seine Umgebung jedoch sehr gut abdecken. Die Farbe ist echt hartnäckig und setzt sich schnell in jede Ritze.

Gefüllt war das Törtchen mal wieder mit einer leckeren Rote Grütze Füllung

Auch wenn das Törtchen an einem vollgepackten Wochenende entstand, hat mir diese 3-D-Torte mal wieder richtig Spaß gemacht. 

Nach zweistündiger Fahrt mit meiner Bekannten kam der Popcorneimer auch bei der Familienfeier heil an und sorgte für ein kleines Highlight auf dem Kaffeetisch. Wie ihr wisst, freut es mich natürlich immer ganz besonders, wenn das Törtchen zu einem schönen Tag beiträgt.



Ich träume nun auch mal von meinem eigenen Kino und wünsche euch erst einmal eine tolle Zeit. Bis ganz bald!

Eure Jessi!

Montag, 12. Mai 2014

Baby Sweet Table ... Macadamia-Karamell-Cupcakes

Hallo ihr Lieben, heute gibt es noch das letzte Rezept des Baby Sweet Table für euch und zwar das für die Macadamia-Karamell-Cupcakes. Außerdem zeige ich euch hierzu noch ein paar tolle Detailaufnahmen, die vielleicht zum Nachahmen verführen.


Bevor wir uns aber in die Rezepttiefen der Cupcakes begeben, möchte ich euch noch ein paar Detailaufnahmen der Deko für diese Cupcakes zeigen. Dieser Zuckerdekoration habe ich mein Hauptaugenmerk gewidmet und einige Stündchen Arbeit investiert.


Wie ihr seht, habe ich mich von der Künstlerin Anne Geddes ein wenig inspirieren lassen. Thematisch habe ich die Insektenwelt herangezogen und einfach auf kleine Baby´s übertragen. Als Untergrund für die Baby´s diente dann ein Blatt aus Blütenpaste, auf welchem sie mit Zuckerkleber und einem kleinen Stückchen Fondant als Unebenheitsausgleich (welcher nicht sichtbar darunter positioniert wurde) angebracht waren.

Baby als Schmetterling aus Fondant und Blütenpaste

Einige kennen sicherlich die Art, wie ich die Babys hergestellt habe. Es gibt hierfür nämlich eine tolle Silikonform von "First Impression" (schaut hier), in die man den Fondant (natürlich in Hautfarbe, gemischt aus peach und ivory von Sugarflair und Wilton) hineindrückt, kurz frostet und schwups ein fertiges Baby herausholt. Fast wie im echten Leben ;o))) - kann ggf. auch für Eltern eine tolle Aufklärungshilfe sein, für alle, die sich damit schwer tun ;o)))

Nun aber mal wieder zurück zu den Zuckerbabys. Für das kleine Schmetterlings-Baby habe ich ein paar Flügelchen mit Hilfe dieses Patchwork Cutters aus Blütenpaste hergestellt, am Baby angebracht und mit leichten Stützen aus Küchenrolle trocknen lassen.

Baby aus Fondant getarnt als niedlicher Marienkäfer

Auch das kleine Baby als Marienkäfer ließ sich recht einfach gestalten. Dazu habe ich schwarzen und roten Fondant genutzt. Der rote Fondant ist mit einem Kreisausstecher ausgestochen, in der Mitte eingeschnitten und als Flügel über den schwarzen Mittelstreifen auf Baby´s Rücken gelegt worden. Darauf kamen schwarze Punkte, die ich mit einer runden Spritztülle ausgestochen hatte.

Die Fühler sind im Übrigen aus Blütenpollen für Zuckerblumen, z. B. wie diese hier. Dafür wurden die Pollen gekürzt, mit einer Stecknadel zwei Löcher vorgestochen und die Pollen einfach hineingesteckt.

Baby als Zuckerbiene
Dieses kleine Bienchen war im Übrigen mein persönlicher Favorit unter den Baby´s - ich mochte seine Flügel und ganz besonders seinen kleinen Stachel am Po. 

Für die Flügel habe ich weißen Blumendraht (28 g) zum Flügel gebogen und den unteren Teil ca. noch 1 cm darunter zusammengezwirbelt, damit die Flügel auch am Baby angebracht werden können. Für das "Innenleben" der Flügel habe ich Gelatine und 3 Tropfen flüssiger Metallic-Lebensmittelfarbe von Rainbow Dust (Metallic Food Paint Light Silver) nach Packungsanleitung erwärmt und die gebogenen Drähte langsam hindurchgezogen, sodass die Gelatine daran haften bleibt. Wer seifenblasenerprobt ist, kennt das Prinzip. Bloß wird hier nicht gepustet, sondern die Gelatine im Flügel belassen, dass sie trocknen kann. Das dauert ca. 1/2 bis 1 Stunde.

Zum Anbringen der Flügel habe ich übrigens wieder Löcher mit einer Stecknadel vorbereitet und dann die Flügel hineingesteckt.

Baby-Libelle - zuckersüß
Auch die Baby-Libelle hat Flügelchen und einen auffallenden Rumpf erhalten. Dabei ist es aber das einzige Insekt, was keine Fühler hat ... wie in der Natur eben. 

Wie auch bei den anderen Baby´s habe ich die Haare mit Puderfarbe von Sugarflair und einem Kosmetikpinsel angedeutet. Die Mould/Silikonform gibt schon Haare als Struktur an, sodass man sich gut beim Abpudern danach richten kann.

Und wer jetzt nach all den süßen Baby`s noch Lust auf Cupcakes hat, kann sich nun dem Rezept unter den Baby`s widmen. Das Besondere an diesem Rezept: Ihr erhaltet 6 helle und 6 dunkle Cupcakes - und das alles mit einem Rezept.


Macadamia-Karamell-Cupcakes
Black and White
(12 Stück)

Zutaten Teig:
80 g weiche Butter
150 g heller Zucker
50 g brauner Zucker
210 g Mehl
1 TL Backpulver
1 TL Natron
1 Prise Salz
2 Eier (Größe M)
240 ml Milch

40 g Kakao

70 g gesalzene Macadamianüsse
50 g weiße Schokolade
70 g Milch-Karamellbonbons (z. B. MuhMuh)

Zubereitung Teig:
Den Backofen auf 190 Grad Ober-/Unterhitze oder 170 Grad Umluft vorheizen. 12 Muffinförmchen im Muffinblech verteilen. Butter, beide Zucker, Mehl, Backpulver, Natron und Salz mit dem Handrührgerät zu einer sandigen Masse verrühren. Die Eier mit der Milch verquirlen und in drei Schritten zur Teigmasse geben. Alles gut mit dem Handrührgerät verrühren - jedoch nur solange, bis alles gut verbunden ist. Nun die Hälfte der Masse in 6 der Förmchen aufteilen. Jedes Förmchen bis max. 3/4 füllen.

Zu der anderen Hälfte noch den Kakao hinzugeben, mit dem Handrührgerät noch einmal kurz unterrühren und auch diese Masse auf die restlichen Förmchen aufteilen. 

Nüsse, Schokolade und Bonbons grob hacken und je einen Esslöffel auf den Teig in den Muffinförmchen geben - leicht andrücken. Die Cupcakes nun auf mittlerer Einschubhöhe für ca. 15 - 18 Minuten backen. Sobald der Teig bei Daraufdrücken leicht zurückfedert, sind die Cupcakes fertig. Wer Angst vor verbrannten Fingern hat, macht stattdessen die Stäbchenprobe - Holzstäbchen in Cupcake stechen, wenn beim Herausziehen kein Teig mehr daran klebt, sind diese fertig. Die Cupcakes auf einem Gitter auskühlen lassen.

Zutaten Marshmallow-Frosting:
200 g weiße Schokolade
240 g weiche Butter
1 Glas Marshmallow Fluff Vanille
pinke Pastenfarbe (z. B. Dusky Pink von Sugarflair)

Zubereitung Frosting:
Die weiße Schokolade über dem Wasserbad schmelzen und leicht abkühlen lassen. Währenddessen die Butter in der Küchenmaschine schaumig aufschlagen, bis sie fast weiß ist. Anschließend den Marshmallow Fluff, die Schokolade und ca. eine Zahnstocherspitze pinke Pastenfarbe zur Butter geben. Alles mit der Küchenmaschine sehr schaumig schlagen. 

Aufgespritzt wurde das Frosting mit einer großen Sterntülle.



Die Cupcakes mit den kleinen Baby´s aus Zucker waren mein persönlicher Favorit des Sweet Tables, welcher hier wortwörtlich nicht nur auf die süßen Leckereien passte. Die Zuckerbaby´s wurden im Übrigen nicht verspeist, sondern von den Eltern meiner kleinen Nichte mit nach Hause genommen ... dort bekommen sie ein schönes Plätzchen als Andenken an eine tolle erste Party.

Euch wünsche ich nun erst einmal eine tolle Zeit und freue mich, wenn wir uns bald wieder lesen!

Eure Jessi!

Donnerstag, 8. Mai 2014

Baby Sweet Table ... Fondant Cookies und Holunder-Heidelbeer-Cake-Pops

Vor ein paar Tagen hatte ich euch bereits meinen Sweet Table zur Begrüßungsparty meiner kleinen Nichte gezeigt. Außerdem habt ihr gleich das Törtchen Rezept nachlesen können. Heute geht es weiter mit den nächsten Rezepten der Sweet Table Leckereien.


Wir fangen an mit dem Rezept für die Fondant-Cookies.

Ausstechkekse

Zutaten:
440 g Mehl (gesiebt)
1 Prise Salz
250 g weiche Butter
140 g Puderzucker
3 EL abgeriebene Zitronenschale (Bio-Zitrone)
1 Ei (groß)


Zubereitung:
Butter und Zucker schön cremig schlagen. Anschließend Ei und Zitronenschale unterrühren. Das Mehl sowie das Salz hinzugeben und kurz unterrühren. Nun den den Teig mit den Händen schön glatt kneten und für mindestens zwei Stunden in Frischhaltefolie (noch besser: über Nacht) im Kühlschrank durchziehen lassen.
Nach der Kühlzeit den Teig auf bemehlter Fläche ca. 0,5 cm dick ausrollen. Den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze oder 155 Grad Umluft vorheizen. Aus dem Teig runde Kekse mit einem Kreisausstecher (ich hatte 6 cm Durchmesser-Ausstecher) ausstechen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und für ca. 10 - 12 Minuten auf mittlerer Schiene goldgelb backen. Fängt der Rand der Kekse an, sich zu bräunen, können sie auf dem Ofen geholt werden. Die Kekse nun auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Ich habe nur 1/2 des Teiges benötigt. Die andere Hälfte habe ich eingefroren.

Verzierung Fondant Cookies:

Zutaten:
ca. 200 g Rollfondant
Pastenfarbe "Pink" von Sugarflair
Pastenfarbe "Party Green" von Sugarflair
rosafarbene und grüne Zuckerperlen (z. B. von TortenBoutique)

Dekoration:
Den Rollfondant zur Hälfte mit pink und zur Hälfte mit grün einfärben. Dazu den Fondant weich kneten und ein bis zwei Zahnstocherspitzen der jeweiligen Farbe dazugeben und gut unterkneten, bis sie vollständig den Fondant gefärbt hat.
Beide Fondant ausrollen und 6 Kreise ausstechen (gleicher Ausstecher, wie der von den Keksen), je Farbe 3 Stück. Dann mit der Prägematte "Diamanten" prägen und wie auf dem Bild mit Zuckerperlen verzieren. 6 weitere (3 pro Farbe) Fondantaufleger mit Hilfe der Mould Babyfüßchen herstellen. Dazu den Fondant in die Mould drücken, überstehenden Fondant mit einem Messer abschneiden, kurz in die Kühltruhe legen und dann heraus drücken. 
Alle Aufleger auf die Cookies/Kekse aufbringen. Der Rollfondant ist klebrig genug, dass er ohne Weiteres auf den Keksen haftet.


Holunder-Heidelbeer-Cake-Pops

Zutaten:
Ölkuchen (halbes Rezept, sh. hier)
1/2 Glas Marmelade Holunder Waldheidelbeer von Schwartau (150 g)
ca. 100 g CandyMelts rosa (z. B. von Wilton)
50 g CandyMelts weiß (z. B. von Wilton)
etwas neutrales Öl
Cake Pop Stiele
ggf. Zuckerdekor, hier kleine Zuckerperlen

Zubereitung:
Den Kuchen mit den Händen in einer Schüssel zerkrümeln und die Marmelade gut unterbreiten, bis eine weiche formbare Masse entsteht. Erinnert euch wieder an Knete, es muss also noch formbar sein und darf aber nicht zerfallen. Aus dem Marmeladen-Kuchen-Teig Kugeln formen (ca. 4 cm Durchmesser) und für 2 Stunden im Kühlschrank oder in der Kühltruhe kühlen. Kurz vor der Weiterverarbeitung der Kugeln die rosa CandyMelts in der Mikrowelle schmelzen. D. h. die Candy Melts im 30 Sekundentakt verflüssigen - immer mal einen Schuss neutrales Öl hinzugeben, damit die Melts schön flüssig werden. Ist die Masse flüssig genug, die Teig-Kugeln aus der Kühlung nehmen, die Cake Pop Stiele für ca. 0,5 cm in die Candy Melts tauchen und dann in den Kugeln befestigen. Diese nun noch einmal mindestens eine halbe Stunde kühlen. Anschließend können die Cake Pops mit den rosa Melts überzogen werden (in tiefes Gefäß tauchen und leicht abklopfen). Nach dem Trocknen des rosaroten Zuckerüberzugs die weißen Candy Melts schmelzen (sh. oben) und einen kleinen Überzug von oben auf die Cake Pops geben. Wer möchte, kann noch Zuckerperlen darüber streuen. 


Das Rezept für die Macacamia-Karamell-Cupcakes verrate ich euch dann im nächsten Beitrag.

Eure Jessi!
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