Montag, 25. Juni 2012

Sternchen für die Gartenparty

Vergangenen Freitag hatte ich euch ja schon berichtet, dass es leckeren Erdbeerlikör zu unserer Gartenparty gab. Doch das war natürlich nicht das Einzige, was unsere Gäste kredenzt bekamen. Neben Salaten und Spanferkel durfte die süße Seite natürlich nicht zu kurz kommen ... nicht, wenn ich zu den Gastgebern gehöre und erst recht nicht, wenn es um die eigene Geburtstagstorte geht!


Für die Farben hatte ich mich bereits seit einiger Zeit entschieden und so ging es dann daran, sich um das Design der Torte zu bemühen. Das größte Problem daran ist, dass man viel zu viele Ideen im Kopf hat und sich eigentlich gar nicht so recht entscheiden kann, was man alles haben will und wie man das dann am besten auch noch umsetzt.

Also hieß es zum ersten mal für mich, Zettel und Stift heraus kramen und drauflos kritzeln. Ein paar Grübeleien und Striche später stand er dann auch schon: der Entwurf unserer (Herr Coli`s Kitchen hatte nämlich auch Geburtstag - nicht am gleichen Tag, aber unwesentlich eher) Geburtstagstorte! 


Den Entwurf hatte ich also ca. 3 Wochen vor der Gartenparty fertig. Natürlich wurde dieser so positioniert, dass ich ihn mindestens einmal am Tag zu sehen bekam - Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude!

Was das Innenleben der Torte anging, brauchte ich keinen Notizzettel. Darüber muss man eigentlich auch nicht lange nachdenken, wenn es um die Torte einer Gartenparty geht. Frische Früchte sollten von lockerem Teig umgeben die Gaumen unserer Gäste schmeicheln. Daher war die untere Etage ein Eierlikörkuchen gefüllt mit Erdbeer-Mascarpone-Creme (wie schon bei dieser Torte). Unter der oberen Fondanthaube versteckte sich eine Milchmädchentorte (Rezept findet ihr hier) mit einer Rote-Grütze-Füllung.

Zartbitterschokolade unter der Erdbeer-Mascarpone-Creme


Das Rezept des Eierlikörkuchens habe ich mal wieder von einem meiner Lieblingsblogs - der Tortentante. Das kann ich euch natürlich nicht vorenthalten, da ich noch immer ganz begeistert von dem saftigen Kuchen bin. Hier also das Rezept auch für euch:

Eierlikörkuchen 
(für 24er Springform)

Zutaten:

6 Eier
2 Pck Vanillezucker
250 g Puderzucker, gesiebt
1/8 l neutrales Öl (z. B. Sonnenblumenöl)
1/4 l Eierlikör
250 g Mehl
1 Pck Backpulver

Zubereitung:

Die Eier mit dem Puderzucker schaumig weiß rühren. Anschließend das Mehl mit dem Backpulver mischen und dies abwechselnd mit Öl und Eierlikör in die Ei-Zuckermasse rühren. Den Teig in die mit Backpapier ausgelegte Springform geben und bei 165 Grad Ober-/Unterhitze oder 150 Grad Umluft ca. 70 - 80 Minuten backen.


Beide Torten habe ich dann wieder mit Zartbitterganache eingestrichen, geglättet und mit weißem Fondant der Firma Callebaut (z. B. bei Tortenkram online erhältlich) eingedeckt. Da die untere Etage durch die Mascarpone-Creme nicht so stabil war, um die obere Torte zu tragen, habe ich kleine Stützen eingebaut.

Dicke Strohhalme dienten als Stütze für die obere Etage
Als diese in der Torte verstaut waren, konnte die obere Etage aufgesetzt werden (unter diese hatte ich wieder eine 5 mm dicke Kapa-Platte eingearbeitet, wie schon bei meiner Hochzeitstorte im Mai).

Danach ging es nun an die Dekoration - meiner Meinung nach das Schönste an der Törtchenbackerei. Viele kleine pink-türkise Streifen sollten die untere Etage schmücken und mit einem gelben Band abgeschlossen werden. Das schwül-warme Wetter am Törtchen-Deko-Tag war allerdings überhaupt nicht geeignet, Fondant zu verarbeiten, denn er wird weich, klebt und schmilzt einem förmlich in den Händen. Jeden Streifen einzeln an die Torte zu kleben, wäre also nicht wirklich schön und effektiv gewesen. Auf meinen Schnüffeltouren im Internet hatte ich jedoch schon die ein oder andere Idee gefunden, wie man dies umgehen konnte.


In weiser Voraussicht hatte ich mir also schon Wachspapier besorgt (z. B. bei Amazon oder auch beim Fleischer eures Vertrauens), auf welches ich meine Vorlage zeichnete. Dann konnte ich die Fondantstreifen mit meinem Kräuterschneider lang zuschneiden, auf das leicht angefeuchtete Wachspapier legen und der Vorlage entsprechend zurechtschneiden.


Als ich meine Vorlage mit den Streifen belegt hatte, habe ich den Fondant mit Zuckerkleber bestrichen und das Wachspapier damit um die Torte gelegt. Dabei ist darauf zu achten, dass man das Wachspapier bündig zum Tortenboden abschließt.


Dann muss nur noch alles gut angedrückt werden und schon ist das Muster toll und einfach auf die Torte übertragen.


Das gelbe Band habe ich mit meinem ClayExtruder hergestellt, welcher bei solchen Sachen eine echt tolle Hilfe ist. Natürlich kann man dieses Band auch mit der Hand rollen, muss allerdings sehr gleichmäßig arbeiten und auch mehr Zeit einplanen.

Untere Etage: 20 cm Durchmesser, 11 cm hoch
Obere Etage: 14 cm Durchmesser, 12 cm hoch


Als die Torte am Abend dann ihren Platz auf dem kleinen Buffet fand und ich alles sagend das Messer schwang, bildete sich doch recht schnell eine kleine Schlange abnahmefreudiger Gäste, die ihren Nachtisch einforderten.


Und was soll ich sagen: Unsere rund 30 Gäste waren wirklich fleißige Törtchenesser, denn nur noch wenige Stückchen waren übrig geblieben. Als Törtchenbäcker ist das natürlich das größte Lob und so konnte ich die kleine Gartenfete zufrieden zu später Stunde im Bett ausklingen lassen.


Nach so gelungenem Start in die Gartensaison bin ich schon wieder voller Tatendrang für weitere fruchtig süße Kreationen mit all den tollen Sommerfrüchten und freue mich, wenn ihr daran teilhabt!

Eure Jessi!

Kommentare:

  1. wie kriegt man das weiße Fondant so schön Glatte auf die Torte? *staun*

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    1. Huhu melonpan,

      wichtig ist, dass die Torte vor dem Eindecken mit Fondant schön glatt ist. Ich nutze meist Ganache, die kann man super bearbeiten! Damit du schon den Untergrund vor dem Eindecken richtig glatt bekommst, heißt es fleißig sein: Die Torte mit Ganache einstreichen und glatt abziehen (mit Palette oder Teigspachtel), kühlen und diesen Vorgang mehrfach wiederholen. Sobald du die Torte und vor allem auch die Kanten schön glatt gespachtelt hast (ich brauche meist 4 -5 dieser Durchgänge), glättest du die Torte noch einmal mit einer heißen Palette. Erst dann geht es ans Eindecken. Sobald der Fondant schön auf der Torte ist und du alle Falten heraus hast, solltest du mit Glättern (gibt es extra für Arbeiten mit Fondant) den Fondant noch einmal bearbeiten, indem du den Fondant damit noch einmal glättest und Unebenheiten heraus arbeitest. Solche bekommst du z. B. bei Tortenkram oder anderen Online-Torten-Geschäften. Ich hoffe, das war jetzt verständlich!?! Ansonsten melde dich einfach noch mal!
      Liebste Grüße und einen tollen Samstag für dich, Jessi!

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    2. wow vielen Dank für deine Hilfe, das werde ich beim nächsten Anlass eine Torte zu backen ausprobieren^^

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Vielen Dank für deinen Kommentar!
LG, Jessi!

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